Qual der Wahl bei der Unterführung. Aber beide nicht ideal: Bei der einen drohen Ablösen von Grundstücken, bei der anderen Probleme der Straßeneinmündung.

Von Christian Feigl. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:55)
Dieser Bahnübergang ist Stein des Anstoßes. Da er geschlossen wird, muss eine Unterführung als Alternative errichtet werden.
Christian Feigl

Auch, wenn aktuell scheinbar noch der Knoten drinnen ist, so wird es langsam aber doch ernst mit der geplanten Südbahnunterführung in der Raglitzerstraße: Vertreter der Gemeinde und der ÖBB trafen sich in der Vorwoche einmal mehr, um zu einer Lösung zu kommen. Die steht aber nach wie vor aus.

Bgm. Herbert Osterbauer: „Beide Varianten sind nicht wirklich ideal.“
Feigl/
ÖVP/Archiv

„Weil es zwei Varianten gibt, die beide nicht wirklich ideal sind und wir jetzt nachdenken und abwägen müssen, welche wir realisieren wollen“, so ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer auf Anfrage der NÖN. Bei der ersten Variante würde die Unterführung direkt beim jetzigen Bahnübergang gebaut werden. Nachteil: Die Verkehrslösung mit der Einbindung der Pernerstorferstraße und Steggasse ist alles andere als einfach. Wahrscheinlich müsste man hier neue Einbahnlösungen kreieren, ohne die Auswirkungen auf den zukünftigen Verkehr abschätzen zu können.

Bei der zweiten Variante würde die Unterführung etwa hundert Meter seitlich entfernt vom jetzigen Bahnübergang gebaut werden. „Allerdings“, so Osterbauer, „gibt es da einige Privatgrundstücke, wo Ablösen notwendig wären und da erwarte ich keine einfachen Verhandlungen.“ Deshalb präferiere er derzeit die erste Lösung. „Wichtig ist mir, dass wir zu einer gemeinsamen politischen Lösung finden.“ Die könnte gar nicht so weit weg sein, denn auch die FPÖ sieht Vorteile in Variante eins: „Wir Freiheitliche halten die direkte Unterführung für die derzeit beste Lösung. Jedoch glauben wir, dass die beste Lösung noch gar nicht gefunden ist“, so Stadtparteiobfrau Regina Danov.

Stadtrat Günther Kautz: „Übergang könnte bei 2. Lösung während Umbau genutzt werden.“
ÖVP, SPÖ

Die andere Variante würde für die FPÖ großflächig Grün-/Ackerland (Naherholungsgebiet) zerstören und viel mehr Häuser wären von ihr betroffen. Für die Freiheitlichen ist auch wichtig, dass die Endvariante in ein Gesamtverkehrskonzept für das Viertel eingebettet wird. Bei der SPÖ ist man ergebnisoffen: „Die zweite Lösung hätte aber den Vorteil, dass während des Baus der Bahnübergang ganz normal weiterbenutzt werden könnte“, so Stadtrat Günther Kautz.

Die ÖBB betont die konstruktive und partnerschaftliche Atmosphäre der Gespräche mit der Gemeinde: Am 22. März wird es eine weitere Sitzung geben, wo man sich auf eine gemeinsame Lösung verständigen möchte.

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