Rechnungsabschluss: Viel weniger Abgang als vermutet. Statt der prognostizierten Millionen beträgt das Minus nur 200.000 Euro. Die Opposition reagiert eher skeptisch.

Von Christian Feigl und Philipp Grabner. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:17)
Auch bei der Präsentation des Budgets für 2020 herrschte Zuversicht: Thomas Pickl, Martin Fasan, Herbert Osterbauer, Peter Teix und Günther Kautz.
Philipp Grabner

Mit einem Abgang von knapp einer Million Euro war im Haushalt 2019 gerechnet worden, dass es am Ende „nur“ rund 200.000 Euro geworden sind, sorgt bei der Stadtregierung für Freude.

„Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis mehrerer Faktoren: Der Schuldenstand konnte weiter reduziert werden, die ersten Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung greifen und die Wirtschaftslage entwickelte sich im Vorjahr durchaus erfreulich“, freut sich ÖVP-Finanzstadtrat Peter Teix.

Und ergänzt: „Ein Teil der budgetären Entwicklung ist der Wirtschaftslage geschuldet: Die Einnahmen der Kommunalsteuer waren etwa um 170.000 Euro höher als kalkuliert oder die rege Bautätigkeit schlug sich mit einem Plus von 250.000 Euro für Aufschließungskosten zu Buche!“

SPÖ hält "Aussagen eher für eine schöne Schlagzeile"

Positiv gestimmt reagiert die FPÖ-Spitze grundsätzlich auf das Zahlenwerk. „Wir sind in keinem Ausschuss vertreten, wenn wir dem aber so glauben können, ist das natürlich positiv für Neunkirchen“, so Spitzenkandidat Helmut Fiedler und Stadtparteiobfrau Regina Danov. Letztere merkt aber an: „Was, wenn am 27. Jänner alles anders ist?“

Die SPÖ reagiert skeptisch: „Ich kann dazu gar nichts sagen, weil dieser uns nicht vorliegt. Das Einzige, das ich gehört habe, sind die Aussagen des Bürgermeisters beim Neujahrsempfang. Es würde mich wundern, wenn nach 14 Tagen im neuen Jahr alle Rechnungen schon erfasst wären, die ins alte Jahr gehören. Daher halte ich die Aussagen eher für eine schöne Schlagzeile als für fundierte Zahlen“, so Günther Kautz.