Schwarz-Grüne Ehe vor Fortsetzung. ÖVP schnappt sich von der SPÖ zwei Mandate. Grüne & FPÖ stagnieren, neue Bürgerliste bleibt auf Strecke.

Von Christian Feigl. Erstellt am 27. Januar 2020 (20:16)
Präsentierten das Ergebnis im Neunkirchner Rathaus: Martin Fasan, Andrea Kahofer, Herbert Osterbauer und Helmut Fiedler.
Christian Feigl

Der Ansturm der Opposition von SPÖ und FPÖ war vergeblich: Denn so wie es am Sonntagabend aussah, wird auch die kommenden fünf Jahre wieder eine Schwarz-Grüne-Koalition unter Bürgermeister Herbert Osterbauer die Geschicke der Stadt leiten.

„Viele Äußerungen in diesen Netzwerken haben daran großen Anteil. Die Menschen wollen das nicht und ich fordere alle Parteien auf, sich hier zu mäßigen!“ Bgm. Herbert Osterbauer glaubt die Gründe für den Wahlfrust zu kennen.

Verantwortlich dafür zeichnete das eindeutige Wahlergebnis, das der Stadtchef nach einigen Auszählungsproblemen Punkt 17.27 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses verkündete: Demnach kommt die ÖVP auf 43,9 Prozent (+2 Mandate) und die SPÖ auf 31 Prozent (-2 Mandate). Die Grünen können mit 14,1 Prozent und die FPÖ mit 9,2 Prozent ihren Stand mit fünf bzw. drei Mandaten halten. Mit 1,8 Prozent schaffte Johann Mayerhofers Bürgerliste WFSWN nicht den angepeilten Einzug in den Gemeinderat.

Viermal wurde Wahlziel verfehlt

Während Herbert Osterbauer von einem wunderbaren Ergebnis sprach, gaben Andrea Kahofer, Vizebürgermeister Martin Fasan, Helmut Fiedler und Johann Mayerhofer unumwunden zu, ihr Wahlziel verfehlt zu haben. In einem waren sich aber alle Spitzenkandidaten einig: „Die niedrige Wahlbeteiligung von 55,2 Prozent ist erschreckend!“ Damit ging diese um 3,5 Prozent zurück. Der Stadtchef sah die Gründe im Umgang mit den sozialen Medien: „Viele Äußerungen in diesen Netzwerken haben daran großen Anteil. Die Menschen wollen das nicht und ich fordere alle Parteien auf, sich hier zu mäßigen!“

Was die zukünftige Stadtregierung anbelangt, gab sich Osterbauer offen: „Ich werde mit allen sprechen, aber natürlich ist der bisherige Koalitionspartner, mit dem es ja die letzten zehn Jahre sehr gut funktioniert hat, mein erster Ansprechpartner.“

Interessantes Detail am Rande: Mit der Kattinger Au gibt es aktuell nur mehr einen der insgesamt zwölf Sprengel, wo die SPÖ noch die Mehrheit hat. Dementsprechend geknickt gab sich auch Spitzenkandidatin Andrea Kahofer: „Wir werden das genau aufarbeiten und nachdenken, wo die Fehler liegen.“

FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler möchte sich mit dem Team organisatorisch noch besser aufstellen und Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan ließ seine persönliche Zukunft offen.

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