SPÖ fordert Suspendierung des Stadtamtschefs. ​​​​​​​SPÖ-Klubobmann Günther Kautz geht vorübergehender Urlaub von Robert Wiedner nicht weit genug. Er spricht sich für eine Suspendierung des Stadtamtdirektors aus, bis die Situation restlos geklärt ist.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 06. November 2018 (05:01)
Christian Feigl
Stadtamtsdirektor Robert Wiedner braucht derzeit Resturlaub auf – Klubchef Günther Kautz (SPÖ) fordert Wiedners vorläufige Suspendierung

Es kommt keine Ruhe in die Angelegenheit: Nachdem gegen den Neunkirchner Stadtamtsdirektor Robert Wiedner wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs Anzeige erstattet wurde, die NÖN berichtete, geht nun SPÖ-Klubobmann und Stadtrat Günther Kautz hart mit dem Bürgermeister und dem obersten Beamten ins Gericht. Er kritisiert, dass sich Wiedner – trotz vorläufigem Urlaub – mit dem Bürgermeister im Rathaus getroffen habe, um die nächste Gemeinderatssitzung vorzubereiten.

Weshalb Kautz Bürgermeister Herbert Osterbauer (ÖVP) auch attestiert, alleine keine Sitzung vorbereiten zu können. Es könne „aufgrund der ungeklärten Situation der Anzeige“ nur einen Schritt geben, so Kautz: „Nicht beurlauben, sondern vorläufig suspendieren!“

Bürgermeister weist Vorwürfe zurück

Stadtchef Herbert Osterbauer (ÖVP) kann Kautz‘ Vorschlag nichts abgewinnen, erklärt, dass es dazu keinesfalls kommen werde. Die Angelegenheit müsse geklärt werden, es gelte aber vorerst die Unschuldsvermutung. Den Vorwurf Kautz‘, er könne alleine keine Sitzung vorbereiten, weist Osterbauer „strikt“ zurück, wie er gegenüber der NÖN betont.

„Wiedner war Koordinator bei der Erstellung des Haushaltskonsolidierungspakets und ich habe ihn einfach wegen einiger Fragen kontaktiert“, rechtfertigt er das Treffen zwischen ihm und dem Stadtamtschef, von einem „Geheimtreffen“, wie Kautz es nannte, könne keine Rede sein.

Robert Wiedner wollte zu der Angelegenheit vorerst nicht Stellung nehmen.


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