SPÖ-Gemeinderätin Silvia Grasinger tritt zurück. Ex-Bürgermeistersekretärin und SPÖ-Mandatarin verlässt das Neunkirchner Stadtparlament. Christian Moser ist als Nachfolger bereits fix.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (18:23)
Silvia Grasinger hat ihr Gemeinderatsmandat niedergelegt.
Archiv/Philipp Grabner

Nicht einmal ein Jahr nach der Gemeinderatswahl kommt es in den Reihen der SPÖ bereits zu einer Personalrochade: Gemeinderätin Silvia Grasinger, die den Sitz erst im Jahr 2018 von Benedikt Wallner übernommen hatte, wirft das Handtuch. Das bestätigt sie im NÖN-Telefonat am Montag. Grund für ihre persönliche Entscheidung sei die Politik im Allgemeinen, so Grasinger: „Ich habe 40 Jahre lang am Rathaus für den Menschen gearbeitet – das war auch der Grund, warum ich in die Politik gegangen bin.“ Ob das die Bundes- oder die Stadtpolitik betreffe? „Eigentlich beides. Mein Beruf, Leuten zu helfen, war meine Berufung – das ist mir jetzt einfach nicht mehr möglich und ich möchte mir selbst treu bleiben“, hält sich Grasinger eher bedeckt. Persönliche Differenzen aber habe es keine gegeben, versichert sie: „Ich gehe im besten Einvernehmen mit meinen Fraktionskollegen und auch mit dem Herrn Bürgermeister gab es keine Probleme“, stellt sie klar.

Nachfolgefrage wurde einstimmig geklärt

Auch Klubobmann und Stadtrat Günther Kautz bestätigt den Wechsel gegenüber der NÖN. „Silvia hat uns bereits im September mitgeteilt, dass sie aufhören möchte und wir uns bezüglich einer Nachfolge beraten sollen.“ Persönliche Differenzen stellt auch er in Abrede. Die Nachfolge hat die SPÖ unterdessen bereits geregelt: Christian Moser soll das Mandat Grasingers übernehmen und im Rahmen einer Gemeinderatssitzung angelobt werden. „Der Beschluss fiel im Stadtparteiausschuss und es gab keine Gegenstimmen“, freut sich Kautz.

Ins selbe Horn stößt SPÖ-Stadtparteivorsitzende Andrea Kahofer, die Grasinger als „wertvolle Kollegin“ bezeichnet: „Es ist legitim, dass sie anderen Leuten die Chance geben möchte, mitzugestalten!“