Neunkirchen

Erstellt am 16. Oktober 2018, 21:35

von Philipp Grabner

SPÖ-Spitzenkandidatur: 100 Prozent für Kahofer!. Im Beisein von knapp hundert SPÖ-Sympathisanten wurde Bundesratsabgeordnete und Stadträtin Andrea Kahofer zur Frontfrau für die Wahl 2020 gekürt.

Andrea Kahofer, seit 2010 in der Kommunalpolitik, erhielt alle Stimmen der Delegierten und wird die Neunkirchner SPÖ daher bei der kommenden Gemeinderatswahl als Spitzenkandidatin anführen.

Großteils einstimmig beziehungsweise mit großer Mehrheit wurde auch der Vorstand neu gewählt: Gustav Morgenbesser bleibt Stadtparteiobmann, zu Stellvertretern wurden Andrea Kahofer und Günther Kautz bestimmt.

Schnabl: „Rendi-Wagner ist eine Top-Chefin!“

Der rund zweieinhalb Stunden andauernden Mitgliederversammlung im VAZ Neunkirchen wohnte als Ehrengast SPÖ-Landesparteivorsitzender, Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl bei. In seinem Referat schwor er die Genossen auf die kommende Wahl ein, gab sich aber auch selbstkritisch – und appellierte: Die SPÖ müsse aufhören, sich mit sich selbst zu beschäftigen und sich wieder den Themen der Bürger widmen.

Auch machte er einen kleinen bundespolitischen Ausflug: Der Wechsel an der Parteispitze sei nicht optimal verlaufen, mit Pamela Rendi-Wagner habe man nun aber eine Top-Chefin, so Schnabl. Hart ins Gericht ging der Landesparteichef mit der türkis-blauen Regierung – konkret mit ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz („Studienabbrecher“) und FPÖ-Vizekanzler HC Strache („Zahnarzttechniker“).

Kautz: „Brauchen Bürgermeisterin mit Hirn!“

Kritik, allerdings an den politischen Mitbewerbern in der Stadt Neunkirchen, gab es gegen Ende der Versammlung von Stadtrat Günther Kautz, der künftig als Klubchef fungieren wird. Und diese Kritik fiel durchaus heftig aus.

Es brauche für Neunkirchen „nicht nur eine rote Bürgermeisterin, sondern auch eine, die Hirn hat“, meinte Kautz unter anderem. Die Stadt-ÖVP beherrsche lediglich die Pressearbeit einwandfrei. „Unser Bürgermeister ist nur zum Grüßen da“, setzte Kautz nach. Er freue sich, künftig den Klub anführen zu dürfen, denn: „Da darf ich sagen, was ich mir denke – und das mag ich!“

Ehrungen für langjährige Parteimitglieder beschlossen den Abend.

Mehr zu Günther Kautz heftiger Kritik am Bürgermeister, was Andrea Kahofer in ihrer Dankesrede sagte und wie Franz Schnabl und SPÖ-Bezirksvorsitzender Rupert Dworak die Genossen auf die Wahl 2020 einschworen – all das und mehr ausführlich in der kommenden Print-Ausgabe der Neunkirchner NÖN!