Trauer um Karl Bock. Mit seinen 94 Jahren hat er viel erlebt. Eines lag ihm aber immer am Herzen: Seine Familie und freiwillige Hilfe leisten.

Von Tanja Barta. Erstellt am 05. September 2017 (04:00)
Karl Bock verstarb im hohen Alter von 94 Jahren.
Privat/Pixabay

Mit ihm hat die Bezirkshauptstadt eine weitere „Legende“ verloren. Karl Bock schloss im Alter von 94 Jahren am 27. August für immer seine Augen.

Aufgewachsen ist er in Würflach zusammen mit neun weiteren Geschwistern. Einfach war die Kindheit Bocks auf keinen Fall. Bereits mit sechs Jahren musste er am Bauernhof arbeiten, um seiner Familie finanziell und auch materiell etwas unter die Arme greifen zu können.

Kriegsgefangenschaft in Frankreich

Während des Zweiten Weltkrieges war Karl Bock von 1942 bis 1947 in Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Am 27. Mai 1950 ereignete sich wohl einer der schönsten Momente in Bocks Leben: Er heiratete seine Frau Margaretha, mit der auch zwei Kinder – Eva und Kurt – bekam.

Seine berufliche Laufbahn führte ihn dann schlussendlich in die Bezirkshauptstadt. Hier hat er ganze 40 Jahre bei Brevillier Urban als Arbeiter und Kraftfahrer verbracht. Aber auch außerhalb seines Berufes war Karl Bock immer engagiert. Sowohl der Gewerkschaft als auch der SPÖ Neunkirchen hielt er 50 Jahre lang die Treue.

Engagierter Freiwilliger

Nachdem Bock 1982 in Pension ging, hat er sofort ein neues Hobby entdeckt. 27 Jahre lang, sprich bis er 86 Jahre alt war, hat er bei der Aktion „Essen auf Rädern“ tatkräftig mitgemacht. Für dieses freiwillige Engagement hat Karl Bock später die Goldene Ehrennadel der Stadtgemeinde Neunkirchen erhalten.

Die letzten Jahre hat Karl Bock aber den wichtigsten Menschen seines Lebens gewidmet – seiner Familie. Diese stand für ihn immer im Mittelpunkt. Mit den beiden Enkelkindern und später den drei Urenkerl hat Karl Bock immer sehr gerne seine Zeit verbracht.