Beim Nachbarn auch die Gehälter angerührt . In Wiener Neustadt endete eine geplante Maßnahme in einem Rechtsstreit. Keine Tabus auch in Neunkirchen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 27. März 2018 (05:58)
Symbolbild
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Ähnlich wie es in Neunkirchen geplant ist, wurde bereits 2015 mit der Budgetkonsolidierung in Wiener Neustadt begonnen: Mit von der Partie war dort auch jene Firma aus Graz, die hier ebenfalls beratend begleiten soll.

In Wiener Neustadt jedenfalls ist für die Verantwortlichen der Plan aufgegangen, aus tief roten Zahlen im Budget wurden schwarze. Auch wenn das mit einigen schmerzhaften Einschnitten verbunden war.

Einer davon war der Eingriff in das Gehaltsgefüge der Bediensteten, wo ursprünglich der Plan war, auf fünf Prozent von freiwilligen Zulagen zu verzichten: „Das wurde auch umgesetzt, wir haben dann den Rechtsweg bestritten und uns letztlich auf eine freiwillige Gehaltszulage von 4 Prozent, beginnend mit 1. Jänner 2019, geeinigt“, erinnert sich Personalvertreter Christian Storfa an das Projekt, das in Wiener Neustadt unter dem Namen „Syntegration“ lief und 93.000 Euro, also ähnlich viel wie in Neunkirchen, kostete.

Rat an die Kollegen? "Alles hinterfragen"

Als „eine äußerst fordernde Zeit, die nicht gerade angenehm war“, beschreibt Wiener Neustadts Personalvertreter Christian Storfa die Monate. Auch der Aufschrei innerhalb der Belegschaft sei damals groß gewesen: „Verständlicherweise, denn es ist für niemanden angenehm, wenn in Dein Börserl gegriffen wird, obwohl Du dir nichts zu Schulden hast kommen lassen!“

Von den Gehaltseinbußen seien laut Storfa auch Vorrückungen oder Zulagen betroffen gewesen. Er geht davon aus, dass auch in Neunkirchen versucht wird, in diese Richtung zu gehen: „Weil einfach alles, und damit meine ich auch tatsächlich alles angesehen und durchleuchtet wird.“ Sein Rat an die Kollegen? „Alles hinterfragen, überall dabei sein und wenn notwendig auch Hilfe suchen!“

 


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