Bezirk Neunkirchen bei Grippewelle im Spitzenfeld. Die fünftmeisten Neuzugänge in Niederösterreich. Auch die großen Firmen im Bezirk leiden unter den Umständen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 31. Januar 2017 (05:00)
Derzeit fesseln grippale Infekte und die echte Grippe auch im Bezirk Neunkirchen außergewöhnlich viele Menschen ans Bett.
Shutterstock

Die Grippewelle hat auch den Bezirk Neunkirchen voll erfasst: Zuletzt gab es alleine in der Kalenderwoche 3 insgesamt 484 Neuzugänge: Damit liegt der Bezirk in einem Landesvergleich an fünfter Stelle. Nur in St. Pölten (746), Baden (721), Wr. Neustadt (638) und Amstetten (520) gab es mehr Krankmeldungen mit der Diagnose eines grippalen Infekts.

Allerdings ist auch bereits eine leichte Entspannung erkennbar, denn eine Woche vorher wurden noch 553 Fälle mit grippallen Infekten aktenkundig und weitere 348 Personen mit echter Grippe registriert. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es um dieselbe zeit 254 bzw. 169 Personen.

"Stärkste Grippewelle in letzten Jahren"

„Aktuell ist das mit Sicherheit in den letzten Jahren die weitaus stärkste Grippewelle bei uns. Ungewöhnlich war auch der frühe Beginn mit 20. Dezember des Vorjahres. Laut der Medizinischen Universität in Wien war es zuletzt österreichweit 1999 derart heftig“, weiß der Leiter der Neunkirchner Bezirksstelle der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, Gerhard Klambauer.

Ihn selbst hat es in den letzten zehn Jahren gleich dreimal mit einer echten Grippe ans Bett gefesselt: „In der heurigen Saison habe ich zum Glück nur einige Tage leichten Schnupfen hinter mir. Mein Rezept dagegen: Trotz Kälte viel Bewegung an der frischen Luft, Nordic Walken, Stockschießen, dreimal wöchentlich Infrarotkabine, etwas Obst und Gemüse.“

Eine Blitzumfrage der NÖN Neunkirchen bestätigte übrigens die Eindrücke der Experten: Bei der Firma List hüten etwa zehn Prozent der Belegschaft das Bett, bei Schoeller Bleckmann Edelstahlrohr halten sich die Ausfälle bislang im Rahmen. Mitarbeit: Grabner/Fussi