Osterbauer: "Ich will Bürgermeister bleiben!". Die Neunkirchner ÖVP präsentierte im Neunkirchner WIFI die Eckpfeiler ihres Wahlprogrammes. Spitzenkandidat Herbert Osterbauer erklärte, wieder Stadtchef werden zu wollen.

Von Philipp Grabner und Christian Feigl. Erstellt am 07. Januar 2020 (21:31)

Mit einem Empfang im Neunkirchner WIFI startete am Dienstagabend die Neunkirchner Volkspartei in die Wahlkampf-Intensivphase. Zu Wort kam dabei nicht nur der Spitzenkandidat selbst, Bürgermeister Herbert Osterbauer, sondern auch drei Unterstützer: „Silberlöwen“-Obfrau Jutta Schöller, die Obfrau der JVP Elvira Junuzi sowie Faschings-Präsident Michael Tanzler.

Während Letzterer den amtierenden Stadtchef als „tollen Burschen“ bezeichnete, der in der Stadt viel bewegt habe, lobte Jutta Schöller, dass sich Osterbauer „wirklich um Neunkirchen kümmert. Herbert Osterbauer tut Neunkirchen gut – und ich hoffe, wir tun ihm auch gut“, so Schöller. JVP-Chefin Junuzi merkte an, dass sich der ÖVP-Frontmann auch sehr für die Jugend engagiere: „Am Anfang hat er mich noch gar nicht richtig gekannt“, trotzdem sei er gleich hilfsbereit gewesen, lobte sie.


Hauer zu Osterbauer: "Bitte behalte Dir diese Kraft!"

Die Rolle des „Einpeitschers“ übernahm dann Bezirksparteichef und Landtagsabgeordneter Hermann Hauer: „Ab heute heißt es: Laufen, laufen, laufen“, appellierte er an die Sympathisanten und Unterstützer Osterbauers, für die ÖVP Stimmung zu machen. Osterbauer repräsentiere die Stadt „mit Ruhe, mit Gelassenheit, mit einer Zielrichtung“, das sei bemerkenswert, so Hauer. Und er meinte: „Bitte behalte Dir diese Kraft, diese Hingabe, diese intensive Liebe zu den Menschen!“


Regierung ohne ÖVP? "Die bringt Stillstand!"

Schließlich trat Osterbauer selbst ans Rednerpult, zeigte sich „überwältigt über so viel Zuspruch“ und meinte, dass „die Arbeit so besonders viel Freude“ mache. Man habe die Stadt in den letzten Jahren positiv verändern können, „es gibt auch manche Probleme – aber die packen wir an“, meinte der Spitzenkandidat. Und er nannte fünf Eckpfeiler seines Wahlprogramms: Die Belebung der Innenstadt („Wir werden den Kampf gegen Online- und Internet-Giganten nicht aufgeben“), die Attraktivierung des Stadtparks, die Unterstützung von Familien, das Sichern von Arbeitsplätzen sowie die Zusammenarbeit mit dem Land und mit den politischen Mitbewerbern.

Er appellierte, für die ÖVP zu laufen – denn auch wenn die Stimmung gut sei, „wir haben diese Wahl noch lange nicht gewonnen! Den Gegnern ist manch grausliches Mittel recht", so Osterbauer, der "Anpatzerei" und "Angstmache" im Wahlkampf kritisierte. Die Zusammenarbeit mit den Grünen lobte Osterbauer hingegen – warnte aber gleichzeitig vor einer Regierung, in der die ÖVP nicht vertreten wäre: „Die bringt Stillstand und eine alte Schuldenpolitik!“  

Wer für die ÖVP tatsächlich in den Gemeinderat einzieht, entscheiden die Vorzugsstimmen. Einzig Herbert Osterbauer ist als Nummer eins gesetzt. 

Mehr über den Wahlkampfauftakt sowie aktuelle Berichte und Hintergründe zur Gemeinderatswahl findet ihr auch in der NÖN Neunkirchen-Printausgabe!