Dworak gibt Posten als Neunkirchner SPÖ-Bezirkschef ab. Nach 13 Jahren als Bezirksparteichef übergibt Bürgermeister Rupert Dworak sein Amt am 3. April an Landtagsabgeordneten und Vize Christian Samwald.

Von Christian Feigl. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:52)
Rupert Dworak (li.) will das Amt des SPÖ-Bezirksparteivorsitzenden am 3. April an Christian Samwald übergeben. Fotos: SPÖ
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Rupert Dworak will das Amt des SPÖ-Bezirksparteivorsitzenden...
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Bei der SPÖ überschlagen sich aktuell die Ereignisse: Nach dem Wahldebakel und dem geschlossenen Rücktritt des Teams in Schwarzau am Steinfeld, wird es auch in der obersten Personaletage eine Änderung geben: Stadtchef Rupert Dworak wird sein Amt als Bezirksparteiobmann in jüngere Hände, an seinen Vizebürgermeister Landtagsabgeordneten Christian Samwald, übergeben. Passieren soll das am 3. April im Rahmen einer Bezirkskonferenz in der Ternitzer Stadthalle.

Von einer „Flucht“ oder einem „Aufgeben“ könne jedoch keine Rede sein, wie Langzeitobmann Dworak – er bekleidet das Amt seit 2007 – im Gespräch mit der NÖN betont: „Das war von langer Hand so geplant, jetzt wird es Zeit, dass Jüngere zum Zug kommen!“

Rochade als nächster logischer Schritt

Zudem sei Christian Samwald in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter, in der er Dworak als Vertreter der Stadt quasi ebenfalls abgelöst hatte, auch für das Amt des Bezirksparteiobmannes prädestiniert: „Er hat ja als Spitzenkandidat für die Landtagswahl schon viel Verantwortung übernommen und jetzt kann er bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2023 auch noch ordentlich hineinwachsen“, so die Strategie der SPÖ. Der Grundstein wurde bereits im Bezirksparteivorstand gelegt, wo Samwald einstimmig für die Funktion nominiert wurde.

... am 3. April an Christian Samwald übergeben.
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Er würde sich über die neue Aufgabe jedenfalls freuen: „Ich will dem Wahlergebnis natürlich nicht vorgreifen, aber ich wäre bereit und es wäre eine große Ehre und Aufgabe für mich“, so der 39-Jährige auf NÖN-Anfrage.

Auch er gibt klar zu verstehen, dass diese Rochade als nächster logischer Schritt zu verstehen ist: „Das ist schrittweise schon länger so geplant und ich hoffe bei der Wahl auf breite Unterstützung!“

Die hat er auch von seiner Gattin Patricia zugesagt bekommen: „Wir kennen uns jetzt seit 15 Jahren und sind miteinander gewachsen, das heißt, sie weiß auch um meine politischen Bemühungen und Ämter, hat Verständnis dafür und kann gut damit umgehen!“

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