Musiktalent räumt bei „prima la musica“ ab. Vincenta Prüger gewann Gold für Soloauftritt. Insgesamt zeigte sie ihr Talent auf fünf verschiedenen Flötenarten.

Von Nadine Gasteiner. Erstellt am 12. Juni 2021 (05:05)
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Vincenta Prüger bei ihrem Auftritt mit dem Csakan.
Piero Orlandi, Piero Orlandi

Seit frühen Kinderjahren liebt die 16-jährige Vincenta Prüger die Musik und lernte bereits im Kindergarten den Umgang mit der Blockflöte. Aktuell studiert sie am Josef-Haydn-Konservatorium und ist Schülerin am BORG Wiener Neustadt sowie an der Franz-Schubert-Regionalmusikschule, wobei sie zusätzlich auch Klavier spielt.

Aktuell konnte sie beim Bundeswettbewerb „prima la musica“ im Mozarteum Salzburg die Jury von sich überzeugen. Ihr 30-minütiger Auftritt wurde mit einem Goldprädikat geehrt, welches einem ersten Platz mit Auszeichnung entspricht. Nicht nur auf der klassischen Blockflöte stellte sie ihr Können unter Beweis, sondern auch auf speziellen Exemplaren: Unter anderem spielte sie auf einem Gemshorn, welches aus dem Krickerl einer Raxgämse aus dem Jahr 1888 gefertigt wurde, sowie auf einem sogenannten Csakan, einer Spazierstockflöte, welche besonders zur Biedermeierzeit beliebt war. Mutter Heidi Prüger lobt: „Sie zeigt wirklich ihre Seele beim Spielen.“

Ein ganzes Jahr lang bereitete sich Prüger auf diesen Auftritt vor, wobei ihr das Aussuchen der Stücke bei der Vorbereitung besonders viel Freude mache. Druck mache sich die leidenschaftliche Musikerin vor solch Wettbewerben nicht, denn: „Es wäre falsch, einen Wettbewerb als ein Duell, ein Kräftemessen, anzusehen. Es ist eher eine Möglichkeit sein Bestes zu geben, andere Musiker und Musikerinnen kennenzulernen und einfach nur neue Kontakte zu knüpfen.“

In Zukunft möchte die Payerbacherin Blockflöte und Klavier studieren. „Musizieren macht immer Freude, ob im Rahmen eines Konzertes oder Wettbewerbs, wie ,prima la musica‘, oder einfach nur im Garten mit Vogelorchester unter dem alten Hollerbusch“, so Prüger.

Wer sich selbst ein Bild vom musikalischen Talent der Payerbacherin machen möchte, kann sie im kommenden Sommer bei den Payerbacher Meisterkursen hören.