Ex-NMS-Direktorin hat zur Feder gegriffen. Geschichten aus dem Leben – und das sogar in Reimform – schrieb Christa Hof nieder. Der NÖN erzählte sie, wie es dazu kam.

Von Tanja Barta. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)
Tanja Barta
Christa Hof

„Es hod si so ergebn“ – das ist nicht nur der Titel ihres neuesten Werkes, sondern auch die Geschichte des ersten Buches von Christa Hof. Nachdem sich die ehemalige Leiterin der Neuen Mittelschulen Payerbach und Reichenau in den Ruhestand begeben hat, quillte sie vor Inspiration regelrecht über. Das Besondere an ihrem Buch: Fast alles wurde von ihr selbst gereimt!

Zu Dichten begonnen hat die heute 64-Jährige recht spät. „Ich denke, dass es so in den 90er Jahren war. Da habe ich schon zusammen mit den Schülern auf Ski- oder Sportwochen gereimt“, muss Hof etwas schmunzeln. Damals hätte sie ihre Gedichte lediglich den Eltern vorgetragen. Aber auch die Lehrer blieben von ihren Reimen nicht verschont: „Ich habe immer zu bestimmten Anlässen etwas geschrieben. Die Einen haben sich gefreut, die Anderen haben sich wahrscheinlich gedacht: ‚Warum hat sie das jetzt auch noch gesagt?‘“, blieb die gebürtige Prigglitzerin stets der Wahrheit, wenn es um ihre Kollegen ging, treu.

"Wenn ich unterwegs war, hatte ich immer einen Block und einen Stift mit dabei."

Den Anstoß, aus ihren Gedichten tatsächlich ein Buch zu machen, den gaben ihr Damen aus dem Freibad. „Ich bin im Sommer immer im Payerbacher Freibad und da habe ich ein paar Damen kennengelernt. Denen habe ich dann immer wieder neue Reime mitgebracht und davon waren sie begeistert und meinten, ob ich daraus nicht ein Buch machen möchte“, so Hof über die Entstehung ihres ersten 97 Seiten starken Werks. Ein knappes halbes Jahr hat sie dann an dem Buch herumgetüftelt. „Ich habe dann im Sommer des vergangenen Jahres zu Dichten begonnen. Wenn ich unterwegs war, hatte ich immer einen Block und einen Stift mit dabei, damit ich meine Einfälle auch gleich aufschreiben kann“, erinnert sich die Ex-Direktorin zurück.

Die Inspiration für ihre Geschichten holte sich Hof immer von außen: „Wenn ich unterwegs war und etwas Besonderes gesehen habe, dann machte ich gleich ein Gedicht daraus!“ Aber auch die Fantasie kommt im ersten Buch nicht zu kurz. „Ich habe mir zum Beispiel zusammengereimt, was man alles aus der ‚Magic Mountain‘-Halle machen könnte“, erzählt sie. Hof selbst nimmt sich in ihrem Werk aber auch selbst auf‘s Korn: „Ich komm‘ ständig zu spät! Und darüber habe ich natürlich auch geschrieben“, schmunzelt die 64-Jährige.