Sebastian Holzer: „Will Leute mit Musik glücklich machen!“

Erstellt am 15. August 2022 | 05:19
Lesezeit: 4 Min
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Sebastian Holzer aus Payerbach schaffte es bis in die Finalshow der ORF-Reihe „Starmania“, am Ende wurde er Dritter. Derzeit bastelt der angehende Krankenpfleger an seiner weiteren Karriere und will vor allem eines: „Meinen eigenen Stil entwickeln – und weiterentwickeln!“
Foto: ORF/Günther Pichlkostner
Musiker Sebastian Holzer, Drittplatzierter bei „Starmania“, über Sehnsucht nach der Show und große Pläne für die Zukunft.
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Drei Monate nach dem Finale der ORF-Castingshow spricht „Starmaniac“ Sebastian Holzer, der am Ende auf Platz drei landete, mit der NÖN über seine nächsten großen Karriere-Pläne.

NÖN: Mit ein paar Wochen Abstand zum Finale von „Starmania“: Geht Ihnen die Zeit dort ab – und wenn ja, was genau?
Sebastian Holzer: Ja, natürlich vermisse ich die Zeit dort – aber es geht ja weiter. Mit meinen „Starmania“-Kollegen bin ich nach wie vor in Kontakt, wir sehen uns fast wöchentlich, machen gemeinsam Musik. Die Stimmung ist dieselbe wie am Ende der Show. Ansonsten ist es, entgegen mancher Erwartungen, gar nicht ruhiger geworden – im Gegenteil, eigentlich habe ich gar nicht wirklich Zeit, die Sendung zu vermissen. Ich schreibe selbst Songs und stehe auf diversen Bühnen.

Das heißt, die Freundschaften, die bei „Starmania“ entstanden sind, halten bis jetzt?
Holzer: Ja, absolut. Wir treffen uns beispielsweise heute wieder bei unserer damaligen Choreografin in Wien, plaudern und musizieren miteinander. Und wir haben noch etwas anderes vor: Martin Furtlehner und ich – Martin ist da eigentlich noch mehr dahinter – stellen eine eigene Tour mit den letzten sieben Kandidaten von „Starmania“ auf die Beine, nachdem ja die offizielle Tour mit dem ORF-Management zu Ende gegangen ist. Was man da schon verraten kann: Am 23. September sind wir damit im Park in Payerbach zu Gast, das haben wir schon mit der Gemeinde besprochen und ausgemacht.

Was waren denn die Höhepunkte in dieser Zeit – Sie waren auf Tour, haben sicherlich auch schon an der weiteren Karriere gebastelt...
Holzer: Aktuell mache ich viele Songwriting-Sessions mit Leuten, die sich in dem Bereich gut auskennen. Ich texte selbst sehr viel und an den besseren Dingen arbeitet man dann eben weiter. Ansonsten habe ich mal alleine, mal mit den „Schwarzatalern“ Auftritte, was auch sehr schön ist. Also einerseits arbeite ich an der Solo-Karriere, andererseits möchte ich die gemeinsamen Auftritte nicht missen.

Stefan Eigner, der die „Starmania“-Staffel schließlich gewonnen hat, ist derzeit häufig im Radio mit seinem Gewinnersong zu hören. Freut man sich da – oder ist auch eine Spur Neid dabei?
Holzer: Ich freue mich riesig für den Stefan, er hat das wirklich verdient. Also von Neid kann da keine Rede sein. Das Lied taugt mir auch selbst sehr. Stefan und ich sind richtig gute Freunde geworden, wissen aber auch, dass wir uns mit unserer Musik nie in die Quere kommen werden. Wir machen beide Austro-Pop, aber unterschiedliche Stile.

Welche Projekte und Ziele haben Sie denn für die nächsten Monate, fürs nächste halbe Jahr oder Jahr geplant?
Holzer: Jedenfalls meine erste Single produzieren und meinen eigenen Stil entwickeln – und den auch weiterzuentwickeln. Die Leute sollen einen Song hören und ihn mit mir verbinden. Abseits dessen stehen die Tour und hoffentlich auch einige Solo-Auftritte an.

Haben Sie schon entschieden, ob Sie die Musik tatsächlich hauptberuflich weiterverfolgen wollen – oder ob Sie noch auf ein zweites Standbein setzen werden?
Holzer: Ich hab‘ mein Studium jetzt für ein Jahr unterbrochen – nicht abgebrochen – und möchte mich währenddessen voll auf die Musik konzentrieren. Da stecke ich gerade wirklich hundert Prozent rein, ich glaube, dass das auch wichtig ist. Ich hätte noch eineinhalb Jahre, dann bin ich diplomierter Krankenpfleger – und das zu sein, schadet mit Sicherheit nicht.

Haben Sie ein großes Ziel für die kommenden Jahre?
Holzer: Ich will möglichst viele Leute mit meiner Musik glücklich machen, die Interaktion mit den Leuten leben. Wenn jemand meine Nummer auswendig singt, obwohl er mich persönlich gar nicht kennt – was gibt es Besseres?

Was würden Sie jemandem raten, der eine Profi-Karriere als Musiker einschlagen will – auch eine Casting-Show?
Holzer: Das eine Rezept gibt es nicht. Wichtig ist, dass die Leute sehen, dass man für sein Leben gern Musik macht und diese Leidenschaft lebt. Eine Casting-Show kann ich jedem empfehlen – selbst, wenn man am Anfang ausscheidet: Es ist eine Riesenerfahrung!

Und wie steht‘s um Ihre Sommerpläne? Gehen sich ein paar Tage Urlaub aus oder bleibt dafür gar keine Zeit?
Holzer: Doch, ich war mit meiner Freundin in Triest und fahre kommende Woche mit Freunden auf die Tauplitz. Für Zeit mit Freunden muss man sich einfach die Zeit nehmen, finde ich.

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