Neunkirchnerin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Daria Heis hat den richtigen Draht zu Pferden und begeistert mit ihren Fotos mittlerweile auch international die Kunden.

Von Christian Feigl. Erstellt am 22. Februar 2020 (06:07)

Das Glück dieser Erde liegt bei der Neunkirchner Daria Heis tatsächlich am Rücken der Pferde. Die seit ihrer Kindheit begeisterte Reiterin ist auch seit sechs Jahren eine äußerst gefragte Fotografin in der Pferdeszene: „Ich habe das Glück, dass ich mir mein Hobby zum Beruf machen konnte“, erzählt die 31-Jährige im Gespräch mit der NÖN.

„Mittlerweile sind alle sehr stolz auf mich!“

Dabei war der Berufsweg eigentlich schon in eine andere Richtung eingeschlagen: Die gebürtige Tirolerin hat in Wien ihr Studium der Ernährungswissenschaften abgeschlossen und sich bereits im Labor gesehen, als das Schicksal seine Wende nahm: „Ich wollte mir mein Pferd fotografieren lassen, war mit dem Ergebnis aber derart unzufrieden, dass ich mir gedacht habe, ich werde das jetzt selbst übernehmen.“

Dabei entwickelt die 31-Jährige einen derartigen Ehrgeiz, dass sie es mit Selbstdisziplin und „Learning by Doing“ rasch schaffte, das richtige Gefühl für diese spezielle und ganz schwierige Art der Fotografie zu entwickeln.

„Ich habe zuerst nur im Freundeskreis fotografiert, aber die Pferdeszene ist gut vernetzt und so sind immer mehr Anfragen gekommen“, erinnert sich die Pferdefanatikerin an die Anfänge. Als sie schließlich beschließt, ihren Berufsschwerpunkt auf diese Tätigkeit zu lenken, wird sie anfangs, auch von der Familie, kritisch beäugt.

Doch der Erfolg sollte ihr rasch recht geben. „Mittlerweile sind alle sehr stolz auf mich!“ Und mittlerweile ist auch der Terminkalender prall gefüllt. Im Sommer wird fast täglich ge-shootet, im Winter wegen der Wetterverhältnisse nur zwei- bis dreimal in der Woche. Heis ist dafür in ganz Österreich unterwegs, aber auch in das angrenzende Ausland führen sie ihre Fotoaufträge.

Ohren müssen nach vorne gerichtet sein

Eine Stunde dauert in der Regel ein Shooting. „Länger ist die Konzentration beim Pferd nicht hochzuhalten.“ Bei ihren Terminen wird die Neunkirchnerin, die es wegen der Liebe hierher verschlagen hat, von einem Assistenten begleitet.

„Für das Shooting brauche ich immer zwei Personen zusätzlich, den Besitzer des Pferdes und eine Assistentin, die behilflich ist, das Pferd in die richtige Pose zu bringen.“ Denn das ist nicht immer ganz einfach. „Da muss man dann auch zu Tricks greifen“, erzählt sie mit einem Schmunzeln.

Denn für Pferdefotos ist es beispielsweise ganz wichtig, dass die Ohren nach vorne gerichtet sind. „Mit einer Tierstimmenapp am Handy oder dem Rascheln des Futterkübels kann man da ganz gut in die Trickkiste greifen, um die dementsprechende Aufmerksamkeit zu erzeugen.“ Bislang hat sie übrigens noch jedes Pferd in die gewünschte Pose gebracht.

Da Heis bei den Pferdeaufnahmen mit wenig Equipment und auch ohne Studio auskommt, ist ihre Arbeit auch für Pferdeliebhaber „leistbar“: „Ein Shooting gibt es bei mir ab 200 Euro“, erzählt Heis, die neben Pferden auch Crossfit, Laufen und Basteln zu ihren Hobbys zählt.

Sie selbst besitzt einen Friesen: „Sephora“ gehört seit sechs Jahren zur Familie der Tierfreundin und es gibt keinen Tag, den sie nicht mit ihrem Pferd verbringt. Aus gutem Grund: „Sephora ist das beste Model, das man sich vorstellen kann!“

Nähere Infos gibt es unter www.daria-heis.at und mehr Fotos auch demnächst auf www.noen.at