Große Liebe zum „Alten“. Egal, ob es um einen Rollstuhl aus dem Jahre 1900 oder auch Kinderschuhe aus der Kriegszeit geht, bei Leopold Pölzlbauer findet sich fast alles aus den vorigen Jahrhunderten.

Von Tanja Barta. Erstellt am 03. August 2017 (05:00)
Zur Sammlung von Leopold Pölzlbauer zählen unter anderem auch alte Bügeleisen, die der Pittener mühevollst restauriert und in ihren Originalzustand zurückversetzt hat.
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„Wenn Leute alte Sachen wegschmeißen, obwohl sie noch gar nicht kaputt sind, dann bricht es mir das Herz!“ Leopold Pölzlbauer ist ein Sammler, der vor allem eines liebt: Alte Gegenstände. Stück für Stück möchte der Pittener jetzt mit seinen bisherigen Schätzen ein privates Museum eröffnen.

„Zu sammeln begonnen habe ich aber erst vor 25 Jahren“

Die Leidenschaft für alte Gegenstände, wie zum Beispiel Kaffeemühlen oder auch Bügeleisen, war schon immer da. „Zu sammeln begonnen habe ich aber erst vor 25 Jahren“, plaudert Pölzlbauer aus dem Nähkästchen. Egal ob Postkarten aus dem 19. Jahrhundert oder einen Rollstuhl, der um das Jahr 1900 gebaut wurde, das Sortiment des Pitteners bringt so manchen bestimmt ins Staunen.

Nicht nur kleine Gegenstände aus den vorherigen Jahrzehnten haben es ihm angetan. „Ich habe auch alte Kutschen und Schlitten. Die versuche ich dann, in den Originalzustand zurückzubringen“, schwärmt Pölzlbauer über sein Hobby. Nahezu jede freie Minuten wird von dem Pittener in Restaurationsarbeiten oder auch den Ausbau der Ausstellungsräume investiert.

Begehbares Museum als nächstes Projekt

Genügend Sammlungsstücke? Das gibt es für ihn nicht. „Wenn jemand etwas Brauchbares für mich hat, dann kann er damit gerne zu mir kommen. Doch was mir gehört, das bleibt auch bei mir. Ich handle mit meinen Schätzen nicht“, stellt er klar.

Neben dem privaten Museum gibt es aber noch ein weiteres Projekt. „Ich möchte mein altes Elternhaus als begehbares Museum einrichten. Es soll alles so eingerichtet werden, wie es in den 80er Jahren war“, so der Sammler über seine Zukunftspläne.

Bis das Museum und auch das Haus fertig werden, wird es noch ein bisschen dauern. „Wenn ich in Pension gehe, dann werde ich mich um diese Projekte kümmern“, freut sich Pölzlbauer auf die Arbeit mit seinen Schätzen.