Sicherheitsverdienstpreis ging auch an Neunkirchner

Erfolgreicher Einsatz von Polizei und Privatpersonen nach Home-Invasion, Mordfall und Betrug gewürdigt.

Erstellt am 22. November 2021 | 05:21

Die Aufklärung von gleich zwei spektakulären Kriminalfällen im Pittental wurde in der Vorwoche mit dem Sicherheitsverdienstpreis belohnt. Zudem durfte sich mit Martin Grasel ein Polizist aus dem Bezirk Neunkirchen über die Auszeichnung freuen – er klärte einen Betrugsfall in Mödling auf.

Fall 1: NÖN-Leser erinnern sich: Im September 2019 ermordete ein ehemaliger Finanzmanager seine 85-jährige Kundin in deren Haus in Thomasberg. Dem Nachbarn Kurt Lamp und seinem Sohn Curtis Lamp ist es zu verdanken, dass die Tat rasch aufgeklärt werden konnte. Denn als die beiden bei einem Spaziergang seltsame Geräusche aus dem Haus der Pensionistin hörten, hielten sie Nachschau. Obwohl sie an Fenster und Türen klopften, meldete sich niemand. Kurz darauf sahen sie einen Mann aus dem Fenster springen und flüchten. Kurt und Curtis Lamp verfolgten den Unbekannten und verständigten die Polizei.

Fall 2: Nachdem es zwei mit Sturmhauben maskierten Tätern gelang, in eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Seebenstein einzudringen, forderten diese mit vorgehaltener Pistole Geld von den drei anwesenden Personen. Mit einer Beute von 250 Euro flüchtete die insgesamt vierköpfige Bande ins Burgenland. Die Opfer blieben unverletzt, standen aber unter Schock und konnten kaum Angaben zu den Männern machen. Trotz der geringen Informationen schafften es die Gruppeninspektoren Günter Haller, der in Seebenstein auch SPÖ-Vizeortschef ist, und Johann Lechner, mithilfe der Staatsanwaltschaft und der burgenländischen Polizei, die Verantwortlichen aufzuspüren.

Fall 3: Martin Grasel konnte gemeinsam mit deutschen Ermittlungsbehörden Internet-Betrüger ausforschen. Eine Bande hatte Anleger europaweit um mehrere Millionen Euro gebracht. Einer der Haupttäter soll über 1.000 Menschen in Österreich betrogen haben.