Neues Leben für Neunkirchner Fabriksgasse. Bäckerei Schlief eröffnet Standort in früherem „Vögele“, neues Geschäft im Ex-NÖN-Büro.

Von Philipp Grabner und Tanja Barta. Erstellt am 23. Juli 2019 (03:47)
Tanja Barta
Armin und Tochter Julia Hohenschläger freuen sich über den neuen Mieter Robert Schlief (li.) in der Fabriksgasse 6.

Die obere Fabriksgasse schlummerte in den letzten Wochen ein wenig im Dornröschenschlaf, denn nicht nur die „Vögele“-Filiale schloss die Pforten, auch das Nachfolgegeschäft „Miller and Monroe“ hielt sich nicht lange, musste aufgrund finanzieller Turbulenzen schließen.

Doch schon bald soll der Fabriksgasse 6 neues Leben eingehaucht werden, die Vorbereitungen dafür haben jedenfalls schon begonnen, so Immobilienbesitzer Armin Hohenschläger im exklusiven NÖN-Gespräch: „Es gab schon länger Gespräche mit der Firma Schlief, die einen Standort im Zentrum von Neunkirchen gesucht hat. Hier konnte eine Einigung erzielt werden“, freut sich der Geschäftsführer des Neunkirchner Wirtschaftsservice.

„Es gab schon länger Gespräche mit der Firma Schlief, die einen neuen Standort gesucht hat.“ Armin Hohenschläger, Wirtschaftsservice

Konkret schwebt Robert Schlief eine Bäckerei samt Café und Konditorei vor. „Die Teige, die in Peisching angefertigt werden, werden dann bei uns gebacken. Außerdem wollen wir den Gästen auch ein Frühstück bieten“, gibt er Einblick in das Projekt.

Die Eröffnung der neuen Filiale in der Fabriksgasse 6 ist mit Anfang Oktober geplant. Gleichzeitig soll jene Filiale nahe des Panoramaparks nach über 40 Jahren ihre Pforten schließen. Mit der neuen Filiale gibt es auch neue Öffnungszeiten: Die Bäckerei hat nicht nur vormittags, sondern von 6 bis 18 Uhr geöffnet.

Zum Weihnachtsgeschäft schon startklar

Hinter den neuen Bäckereiräumlichkeiten finden sich noch zwei Büros, dahinter plant Hohenschläger zwei Wohnungen. „Diese sind bereits vergeben“, freut sich Hohenschläger über das große Interesse.

Auch für ihn steht einem baldigen Startschuss nichts mehr im Wege: „Der Plan wäre, noch im Oktober in Betrieb zu gehen, um das Weihnachtsgeschäft noch schön abfangen zu können.“

Geklärt ist auch die Zukunft des ehemaligen NÖN-Redaktionsbüros. Doris Stadler wird dort ihr Geschäft „Oid‘s & Neich‘s“ einrichten – die Eröffnung ist ebenso noch für Oktober diesen Jahres geplant.

„Es war immer schon mein großer Traum, mein eigenes Geschäft zu eröffnen. Mit diesen Räumlichkeiten klappt das jetzt“,  Doris Stadler

Das Sortiment soll etwa Bekleidung, Schuhe, Spielwaren, Geschirr, diverse Dekorationsartikel, Accessoires sowie Antiquitäten umfassen. „Es war immer schon mein großer Traum, mein eigenes Geschäft zu eröffnen. Mit diesen Räumlichkeiten klappt das jetzt“, freut sich die Ternitzerin im NÖN-Gespräch.

privat
Doris Stadler aus Ternitz eröffnet im Ex-NÖN-Büro ihr Geschäft.

Als klassische „Second Hand“-Boutique will sie ihr Geschäft dabei nicht bezeichnen: „Es wird bunt durchgemischt sein – daher ja auch der Name ,Oid‘s & Neich‘s‘“, meint sie.

Vor allem will sie Familien mit kleinerem Budget ansprechen: „Da findet sich bestimmt für jeden Geschmack etwas“, ist sie überzeugt.

Neunkirchens ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer, der die genauen Pläne noch nicht kennt, aber von dem Vorhaben weiß, bewertet dieses grundsätzlich positiv: „Alles, was zu einer weiteren Belebung der Innenstadt führt, ist natürlich zu begrüßen!“

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