Neue Bürgerliste in Neunkirchen. Die ehemaligen SPÖ-ler Johann Mayerhofer und Christa Wallner machen für Gemeinderatswahl mobil.

Von Christian Feigl. Erstellt am 26. November 2019 (05:13)
Klopfen mit ihrer neuen Bürgerliste an die Rathaustür: Christa Wallner und Johann Mayerhofer.
Christian Feigl

Was hinter vorgehaltener Hand schon lange gemunkelt wurde, ist nun so gut wie fix: Johann Mayerhofer und Christa Wallner haben eine Bürgerliste gegründet, mit der sie bei der Gemeinderatswahl antreten wollen. Ihr Listen-Kürzel „WFSWN“ ist zugleich auch Teil des Programms und steht für „Wir für Soziale Werte Neunkirchen“.

74 Unterstützungserklärungen sind für das Antreten der Bürgerliste notwendig: „Wir sammeln gerade, aber das sollte kein Problem sein“, so das Duo beim Besuch in der NÖN-Redaktion. Ausschlaggebend für die Gründung der Bewegung sei der enorme und stetige Zuspruch aus der Bevölkerung gewesen: „Ich bin oft von Leuten angesprochen worden, die mein Ausscheiden aus dem Gemeinderat bedauert und mich bestärkt haben, wieder politisch aktiv zu werden“, erklärt Spitzenkandidat Johann Mayerhofer die Beweggründe.

„Wir sind gerne unter den Leuten und wollen für Neunkirchen etwas bewegen.“Johann Mayerhofer und Christa Wallner.

„Wir sind gerne unter den Leuten und wollen für Neunkirchen etwas bewegen. Und solange es uns auch gesundheitlich gut geht, tun wir das alles sehr gerne“, so der 71-Jährige. Die Liste stehe jedenfalls für eine sachliche, lösungsorientierte und nachhaltige Politik. „Wir sind zur Zusammenarbeit mit allen Gemeindefraktionen, ob Regierung oder Opposition, bereit, wenn diese im Sinne und Interesse der Bürger handeln“, so das Duo. Es selbst sieht sich als „soziale Alternative für Neunkirchen. Eine Bewegung, die stets konstruktiv und bürgerorientiert ist und die keine Anliegen zu gering schätzt und sich auch für kleine Probleme einsetzt.“

Die restlichen Mitstreiter werde man zu gegebener Zeit bekannt geben, Interessenten seien aber jederzeit willkommen. Bei der Erwartungshaltung gibt man sich noch bescheiden: „Das entscheidet letztlich der Wähler, aber mit einem Mandat rechnen wir natürlich schon!“

Eines wurde auch betont: Abrechnung mit der SPÖ sei die Kandidatur keine: „Damit haben wir längst abgeschlossen!“

Bei der SPÖ sieht man das Ganze entspannt: „Wir haben damit gerechnet, dass zumindest Christa Wallner weitermachen wird. Und es steht auch jedem offen, das zu tun. Auch in der Politik gibt es Konkurrenz“, so Stadtparteivorsitzende, Bundesrätin Andrea Kahofer.

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