Ein ganzer Fuhrpark im Kleinformat in Puchberg. Johann Glaser baut mit „Lego“-Steinen Baumaschinen, Kräne und anderes nach – mit viel Hingabe, Genauigkeit und Herzblut.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Juni 2021 (05:12)
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Johann Glaser mit seinem bisher größten Werk: Einem Liebherr LG 1750-Mobilkran im Maßstab 1:20. Rund 300 Stunden hat Glaser daran gearbeitet.
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20 Jahre ist es her, dass Johann Glaser aus Puchberg am Schneeberg seinen ersten „Lego“-Bausatz erwarb. „Ein Allrad-Radlader, den ich in der Auslage gesehen habe und gleich kaufen musste“, muss der 69-Jährige schmunzeln.

Aus einem Hobby wurde schließlich eine wahre Leidenschaft – vor allem in der Corona-Zeit widmete sich der pensionierte Maschinenbautechniker mit viel Herzblut und Hingabe dem Modellbauen. Sein größter Stolz ist derzeit ein Liebherr LG 1750-Mobilkran, den er im Maßstab 1:20 nachbaute – eine aufwendige Sache, muss Glaser zugeben: „Ich habe sicherlich um die 300 Stunden daran gearbeitet – und dann gemerkt, dass er ganz schön schwer ist: Gemeinsam mit meiner Frau habe ich den Kran dann auf die Kommode gehoben – das war ganz schön anstrengend“, erzählt Glaser und lacht. Stolze 45 Kilogramm bringt der Kran auf die Waage – das Originalgerät ist an die 700 Tonnen schwer.

Porträt - Ein ganzer Fuhrpark im Kleinformat in Puchberg
Ohne Struktur geht bei Johann Glaser aus Puchberg nichts: Alle „Lego“-Teile hat er fein säuberlich im Wohnzimmer in Boxen eingeordnet.
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Aufgehoben werden die Exponate übrigens nur in den seltensten Fällen: „Weil ich alleine dafür zwei Häuser brauchen würde“, so der 69-Jährige, der seit 2014 seinen Ruhestand genießt. Die Bausteine kommen später wieder bei anderen Geräten zum Einsatz, als Vorlage dienen diverse Fachzeitschriften. In all den Jahren sind an die 50 Modelle zusammengekommen – und hört man Glaser zu, steht fest: Es werden noch mehr.

Ins Auge gefasst hat der Puchberger aktuell etwa einen Montagekran sowie einen amerikanischen „Kenwood“-Lkw – und das, obwohl Glaser nicht der geduldigste Mensch ist: „Aber wenn ich mal arbeite, verliere ich völlig das Zeitgefühl und dann kann es auch mal sein, dass ich die ganze Nacht lang durcharbeite!“ Dem „Lego“- Bauen widmet sich Glaser übrigens bevorzugt im Winter – in den Sommermonaten gibt es in Haus und Garten genug zu tun.