Pure Lebensfreude: Willendorferin Ilse Bock

Erstellt am 18. Juni 2022 | 05:48
Lesezeit: 3 Min
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Ilse Bock legt den Zeichenstift fast nie aus der Hand.
Foto: privat
Farbe, Pinsel, Zeichenblätter – der NÖN erzählt Ilse Bock von ihrer Leidenschaft für das Leben.
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Eines fällt sofort auf: Ilse Bock strahlt richtiggehend vor Energie und Freude am Leben. Dieses Leben hat ihr das allerdings in letzter Zeit nicht gerade leicht gemacht.

Vor knapp zehn Jahren wurde die heute 62-Jährige mit der Diagnose Parkinson konfrontiert. „Das hat mich sehr getroffen“, die leidenschaftliche Läuferin und Triathletin gab trotz der katastrophalen Nachricht nicht auf.

Nach jahrelangem Kampf gegen die Krankheit sitzt sie heute dank einer Dopaminpumpe (Bei Parkinson werden die Nervenzellen im Gehirn, die für die Dopaminproduktion zuständig sind abgebaut – Anm. der Red.) und ihrer positiven Lebenseinstellung nicht im Rollstuhl, sondern macht nicht nur anderen Betroffenen, sondern allen Menschen Mut.

„Ich freue mich immer über Besuch und Gespräche!“

Der NÖN erzählt sie von ihrem liebsten Hobby: dem Malen. Was sie am liebsten zeichnet? „Alles“, lacht die Künstlerin, „ich male jeden Tag mehrere Bilder!“ Mit der NÖN macht sie eine Führung durch Haus und Garten. Überall Farben, blühendes Leben, auf dem Esstisch Stifte, Skizzen und viele fertige Werke. Audrey Hepburn ist ihr Lieblingsmodell, Portraits der Beatles gehören zu ihren ersten Werken. Tiere, Landschaften, Aquarelle, Skizzen – eine bunte Vielfalt und immer wieder Bilder von Tanz und Bewegung. „Ich bin eine schnelle Malerin“, schmunzelt sie und greift zum Stift. Reich will sie mit ihrer Kunst nicht werden, ein Ziel hat sie dennoch deutlich vor Augen: „Ich will einen Rekord aufstellen“, verrät die quirlige Malerin mit Künstlernamen „Dora“: „Ich möchte die meisten Bilder auf der Welt verteilen!“

Geld sei ihr nicht wichtig, was sie suche, sei Anerkennung. „Ich bin glücklich, wenn sich wirklich jemand für meine Bilder interessiert“, Ilse Bock freut sich über Besucher, besonders dann, wenn sie ein Bild mit nach Hause nehmen.

Ihren Lebensweg mit der Krankheit hat sie mit vielen Bildern, Fotos und liebevoll gestalteten Details aufgeschrieben. „‘Mein neues Leben‘ ist jenen Personen, die mir geholfen haben, mich hinderten und mir begegnet sind, gewidmet.“

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