Neue Ideen rund um altes Rathaus in Gloggnitz. ÖVP-Mandatar Ferdinand Griessner regte an, Räumlichkeiten für ein Ärztezentrum zu nutzen und stieß dabei auf ein offenes Ohr.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 02. April 2021 (05:40)
ÖVP-Gemeinderat Ferdinand Griessner hofft, dass sich hier schon bald die Tür zu einem Facharzt-zentrum öffnet.
Gerhard Brandtner, Gerhard Brandtner

Über die Nachnutzung des alten Rathauses macht man sich in der Stadtgemeinde schon länger Gedanken. Durch die Übersiedlung des Sonderpädagogischen Zentrums in das neue Schulzentrum wurden die Räumlichkeiten frei. Im Zuge der Auditierung zur „Familienfreundlichen Gemeinde“ gab es deshalb erste Überlegungen in Richtung eines „Hauses der Generationen“.

Aktuell hat das alte Rathaus aber eine ganz andere Funktion: Im Erdgeschoss befinden sich die zwei Teststraßen der Stadtgemeinde. In der letzten Gemeinderatssitzung brachte ÖVP-Gemeinderat Ferdinand Griessner mit einem Dringlichkeitsantrag die Nachnutzung jedoch wieder aufs Tapet. Sein Vorschlag geht in die Richtung eines Ärztezentrums. „Die Stadt hat hier die einmalige Möglichkeit einer wirtschaftlichen Nachnutzung“, so Griessner.

Die ärztliche Versorgung sei derzeit im Wandel. Wie der ÖVP-Mandatar ausführte, sei das vorhandene Zentrum in der Wienerstraße ausgelastet und biete weiteren Fachärzten keinen Platz mehr. „Und ich habe von einigen Ärzten gehört, dass man sich gerne in Gloggnitz niederlassen würde, aber aktuell kein Platz vorhanden ist“, begründet Griessner seinen Vorschlag.

Ebenfalls als Vorteil sieht er die zentrale Lage und die Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur. Im Gemeinderat stieß der Vorschlag grundsätzlich auf Zustimmung und wurde dem zuständigen Ausschluss zugewiesen, damit eine Grobplanung samt Kostenschätzung erfolgen kann. „Es gibt ja auch das Projekt Stadtentwicklung, wo der Parkplatz eine wesentliche Rolle spielt“, führte Stadtrat Peter Kasper (Liste „Wir für Gloggnitz“) an.

„Ein breiteres Facharztangebot ist ein Gewinn für die Bevölkerung aus Gloggnitz und unserem Einzugsgebiet. Damit wird auch die Kundenfrequenz für die Stadt erhöht“, ist sich Ferdinand Griessner sicher. „Es ist eine gute Idee“, zeigt sich auch Bürgermeisterin Irene Gölles (Liste „Wir für Gloggnitz“) angetan und unterstreicht, dass man interessiert ist, die Gespräche fortzuführen und gemeinsam über konkrete Schritte zur Umsetzung nachdenken will . Gölles: „Ein solches Projekt ist sicher positiv zu bewerten.“