Faustschlag für Beifahrer neben einer Polizeikontrolle. 22-Jähriger schlug unbemerkt anderem Beifahrer ins Gesicht, auch acht Wände besprayte er in Neunkirchen und Ternitz.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 01. November 2017 (05:00)
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Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung stand ein 22-jähriger Neunkirchner vor Richter Kurt Weisgram. Ihm wurde vorgeworfen, am 10. April in Neunkirchen einem Mann mit einem Faustschlag ins Gesicht die Brille zerstört zu haben.

Der Angeklagte gab sich geständig und erklärte, dass er bei einer Polizeikontrolle angehalten wurde. Ein zweiter Polizist hielt gleichzeitig einen anderen Wagen an, in dem das spätere Opfer saß. „Wir verstehen uns nicht so gut“, so der junge Mann vor Gericht. „Er war der Beifahrer und hat im Auto mit seinem Handy herum gefuchtelt, ich dachte, er macht Fotos von mir. Ich ging hin und gab ihm eine Watschn. Dabei ging die Brille kaputt, die ich aber noch am selben Tag bezahlt habe. Die Polizisten hatten das nicht gesehen und ich habe ihm auch gedroht, dass er es ihnen nicht sagt.“

Acht Mauern besprayt

Ebenso ehrlich gab er zu, an acht Mauern in Neunkirchen und Ternitz gesprayt zu haben, teilweise auch mit einem Mittäter.

Die anwesenden Opfer gaben an, dass er die Schäden schon wieder gut gemacht habe und sich auch entschuldigt hat. Der Angeklagte: „Alle, die ich angetroffen habe, haben mir verziehen, als ich mich entschuldigen kam. Einige sagten, ich bin jung, da macht man schon mal einen Blödsinn.“

Schlussendlich endete der Prozess mit einem Schuldspruch über acht Monate bedingt, der allerdings noch nicht rechtskräftig ist.