Hass-Botschaften im Ort: Anzeige erstattet!

Nachdem am Wochenende an mehreren Stellen im Ort Zetteln mit Hassreden aufgetaucht sind, richtet die Gemeindeführung von Puchberg am Schneeberg einen parteiübergreifenden Appell an den unbekannten Täter. Anzeige wurde erstattet, Hinweise aus der Bevölkerung sind willkommen.

Erstellt am 15. November 2021 | 13:45
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Geschäftsführender Gemeinderat Johannes Jägersberger und Landtagsabgeordneter Hermann Hauer (beide ÖVP), die geschäftsführenden Gemeinderätinnen Sabine Zenz und Doris Schlichtinger (beide SPÖ), Vizebürgermeister Christian Dungl (SPÖ) sowie geschäftsführender Gemeinderat Martin Hausmann (ÖVP).
Foto: Philipp Grabner

Hass-Botschaften, vorwiegend in Bezug auf die Corona-Impfung und in Anspielung auf die Zeit des Nationalsozialismus – Samstagfrüh wurden an gleich drei Stellen in der Gemeinde A4-Zettel mit derartigem Inhalt vorgefunden. Und das an gut frequentierten Orten wie etwa dem Schaukasten beim Friedhof.

Entsprechend sauer zeigte sich am Wochenende die Gemeindeführung, die – parteiübergreifend – einen Appell an den Unbekannten richtet: „Das ist eine Riesen-Sauerei und hat mit einem Lausbubenstreich nichts zu tun. Wenn uns jemand etwas sagen will, dann soll er das auf eine normale Art und Weise machen – wir stehen für Gespräche jederzeit zur Verfügung“, so Vizebürgermeister Christian Dungl (SPÖ), auf dessen Initiative sich am Sonntag kurzerhand der Gemeindevorstand sowie Puchbergs Landtagsabgeordneter Hermann Hauer (ÖVP) trafen.

Hinweise an Exekutive erbeten

Ganz neu sind die Botschaften, die mit einem schwarzen Edding auf kariertem Papier verfasst wurden, übrigens nicht – bereits zu Erntedank tauchte ein solcher Zettel in der Gemeinde auf. Dass es nun sogar schon drei sind, ärgert auch Abgeordneten Hauer. „Wir dürfen deshalb auch nicht zur Tagesordnung übergehen und sagen daher – parteiübergreifend – , dass wir so etwas im Ort nicht dulden werden.“

Vizebürgermeister Christian Dungl – im Brotberuf selbst Polizist – erstattete am Montagvormittag Anzeige gegen unbekannt. Wer Beobachtungen zu dem Vorfall gemacht hat, kann diesbezügliche Hinweise an die Gemeindeführung sowie an die Exekutive weiterleiten. Die Botschaften dürften jedenfalls von ein und demselben Täter stammen – schließlich ist die Schrift auf den Zetteln stets ident.