Spreng-Einsatz am Schneeberg nach Lawinengefahr. Herausfordernder Einsatz am Montag am Schneeberg: Lawinen beziehungsweise Schneebretter wurden ausgelöst, um gefährliche Situation zu entschärfen. Widrige Wetterverhältnisse erschwerten Einsatz.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 19. Januar 2021 (14:43)

Weil die Lawinenkommission der Salamander-Sesselbahn am Sonntag im „Fadendreieck“ eine extreme Lawinengefahr für die Skiroute Lahning ortete, wurde der Sonderdienst Sprengdienst des NÖ Landesfeuerwehrkommandos um Einsatzbefehl gebeten. Bereits nach wenigen Minuten gab es für das Vorhaben am Folgetag grünes Licht, so Karl Tisch, Mitglied des Lawinenwarndienstes NÖ, gegenüber NÖN.at.

Nach dem Eintreffen aller eingesetzten Kräfte am Montag – darunter auch Mitglieder etlicher Freiwilliger Feuerwehren, die Bergrettung sowie die Alpinpolizei –, startete das Unterfangen am Parkplatz bei der Talstation der Salamander-Sesselbahn. „Zuerst wurden alle Personen mittels Pistengerät und Raupen-Quad bis zur Bergstation der Sesselbahn transportiert. Danach erfolgte der beschwerliche Aufstieg mit Tourenskiausrüstung ins ,Fadendreieck‘."

,,Bei der ersten der drei Sprengstellen wurden die Sprengladungen vorbereitet und sodann die drei Sprengstellen nacheinander abgearbeitet“, berichtet Tisch. An allen drei Sprengstellen habe man Lawinen beziehungsweise Schneebretter auslösen und so die gefährlichen Stellen entschärfen können, präzisiert der Bergretter.

Trotz widriger Wetterverhältnisse – Schneefall, Wind mit 90 bis 100 Stundenkilometern, Nebel und eisiger Temperatur – sei der Lawinenauslösesprengsatz ein „voller Erfolg“ gewesen, so Tisch. „Alle Einsatzkräfte kamen verletzungsfrei zum Ausgangspunkt bei der Talstation zurück.“ Insgesamt dauerte der Einsatz rund sieben Stunden an.