Schneeberg-Bahnhof feierte 10. Geburtstag. Vor einem Jahrzehnt wurde die Enddestination jener Bahn, die auf den höchsten Berg Niederösterreichs führt, komplett erneuert.

Von Tanja Barta. Erstellt am 12. September 2019 (04:43)
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SPÖ-Ortschef Florian Diertl, Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz, ÖVP-Landesrat Ludwig Schleritzko und ÖVP-Gemeinderat Martin Hausmann.

„Das wäre ja wie Gulasch ohne Saft“, antwortete SPÖ-Bürgermeister Florian Diertl auf die Frage, was denn Puchberg ohne die Schneebergbahn wäre. In dem Kurort selbst, aber auch in der gesamten Region, sind die alte Dampflok sowie die beiden Salamanderzüge nicht mehr wegzudenken. Sie bringen tausende Gäste – im Jahr 2018 waren es 175.000 – auf den Schneeberg. Die Endstation befindet sich dann am Hochschneeberg auf über 2.000 Metern. Und genau hier wurde in der Vorwoche gefeiert.

Zehn Jahre alt ist die Station, die hauptsächlich aus Holz besteht. „Es ist wirklich beachtlich, was hier entstanden ist“, freute sich Hubert Resch von der Niederösterreichischen Schneebergbahn. Er betonte aber auch, dass die Arbeit, die hier vor rund 120 Jahren beim Aufbau der Schneebergbahn geleistet wurde, beeindruckend sei.

„Ich will nicht wissen, wo wir stehen würden, wenn das Land die Bahn nicht übernommen hätte!“Florian Diertl, SPÖ-Bürgermeister.

In der Saison 2009/2010 wurde die Schneebergbahn zu hundert Prozent vom Land Niederösterreich übernommen. „Und seitdem hat sich hier einiges getan. Wir haben sowohl die Züge, als auch die Strecke selbst komplett erneuert“, ist Barbara Komarek, Geschäftsführerin der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsges.m.b.H. stolz, ein solches Bergerlebnis bieten zu können.

Auch die Gemeinde selbst freut sich darüber, dass damals das Land Niederösterreich die Initiative ergriffen hat. „Ich will nicht wissen, wo wir stehen würden, wenn das Land die Bahn damals nicht übernommen hätte. Die Zusammenarbeit funktioniert wirklich sehr gut“, streute Ortschef Diertl dem Land verbal Rosen.

Unter die zahlreichen Gäste mischte sich auch ÖVP-Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko: „Wir haben hier sehr viel investiert, aber es hat sich vollkommen ausgezahlt!“ Eigentlich hätte Schleritzko ja schon am 11. Juli die Reise auf den Schneeberg in Begleitung von Freunden antreten sollen, doch dann kam etwas dazwischen: „Mein Sohn kam an diesem Tag zur Welt!“, sorgte der Landesrat für Schmunzeln im Publikum.

Zukünftig soll sich am Schneeberg einiges verändern – natürlich im positiven Sinne. So kündige Hubert Resch an, dass man vorhabe, einen neuen Spielplatz zu errichten oder auch das Bergareal neu zu gestalten. Auch die Idee eines Bergadvents will Resch in diesem Jahr umsetzen, wie er ankündigte.