Voka besetzt Handy-Shop. Puchberger Künstler vom Kundenservice enttäuscht. Nach zwei Monaten des Wartens setzte er nun selbst ein starkes Zeichen. Sogar im Beisein der Polizei.

Von Christian Feigl. Erstellt am 08. September 2014 (08:38)
Voka mit seinem alten Handy.
NOEN, Feigl
Seinem wochenlangen Ärger über den Drei-Handyshop im Wiener Neustädter Fischapark ließ Künstler Voka aus Puchberg nun Aktionismus folgen: Er besetzte am Montag die Verkaufsstelle im Einkaufszentrum für drei Stunden. Polizeieinsatz der Wiener Neustädter Exekutive inklusive.

„Mir reicht es nun endgültig“

„Anfang Juli habe ich dort mein kaputtes I-Phone 5 abgegeben und trotz gültiger Versicherung, mehrmaliger schriftlicher und mündlicher Urgenzen bis dato weder ein Ersatzgerät noch das reparierte Handy wiederbekommen. Mir reicht es nun endgültig“, erklärt er die Beweggründe für seine Aktion.

Voka sagte am Montag dem verdutzten Personal, dass er so lange bleiben werde, bis ihm tatsächlich auch geholfen wird. Zudem verständigte er die Polizei und blockierte einen Schalter: „Die Leute sollen sehen, wie diese Firma mit ihnen umgeht!“, machte er lautstark auf seine Situation im Shop aufmerksam.

„Verhalten von Herrn Vogls ging eindeutig zu weit"

Nach drei Stunden kam es schließlich zu einer Einigung: Voka wurde als Übergangslösung ein Apple-Care-Gerät angeboten. Bei Drei bedauert man den Zwischenfall, ist aber auch über das Ergebnis froh: „Auch wenn wir Verständnis dafür haben, dass sich Kunden ärgern, wenn ihr Smartphone kaputt geht, so ging das Verhalten Herrn Vogls gestern eindeutig zu weit“, so Pressesprecher Tom Tesch.

Er spricht von unverhältnismäßigen Forderungen des Puchberger Künstlers: „Obwohl sein defektes Handy bereits älter als zwölf Monate war, verlangte er ein neues Gerät. Dazu möchte ich anmerken, dass der spezifische Handydefekt des Kunden leider weder durch die Geräte-Garantie von Apple, noch durch die Gewährleistung gedeckt war!“