Krimi entstand durch Zufall. Der 77-jährige Buchautor Norbert Zagler wollte eigentlich keinen Krimi verfassen. Es entwickelte sich im Laufe des Schreibens.

Von Johannes Authried. Erstellt am 08. Juni 2018 (05:00)
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Norbert Zagler mit seinem Buch „Die Schatten der Toten“
privat

Seit seiner Pensionierung vor sechs Jahren kann sich Norbert Zagler (77) noch intensiver seiner Leidenschaft, dem Schreiben, widmen. Nach „Der Misogyn“ und „Garten ohne Leben“ hat er nun den Kriminalroman „Die Schatten der Toten“ (MyMorawa) veröffentlicht, obwohl er eigentlich gar keinen Krimi schreiben wollte.

„Dieses Buch ist kein Thriller und kein Liebesroman. Es erzählt eine kurze Zeitspanne im Leben zweier nicht mehr junger Menschen. Paul Gregor hat ein altes, einsames Haus im südlichen Niederösterreich gekauft. Es steht oberhalb eines Weinberges auf einer Erhebung. Paul ist Pensionist und will hier einen ruhigen Lebensabend verbringen. Als er im Haus auf Spuren einer schrecklichen Vergangenheit stößt, kann er nicht anders, als diese zu verfolgen“, so der Hobby-Autor über sein Buch, das rund um das Wechselland, mit wahren Hintergründen, spielt.

Die Idee dazu hatte Norbert Zagler, als er über den „Goldzug“ (Der Goldzug, Sabine Stehrer, Czernin Verlag) las. Eine wahre Geschichte über die unschätzbaren Werte, die die Nazis bei der Enteignung der ungarischen Juden zusammengetragen haben. „Damals wurden Goldbarren, Schmuck, Juwelen, wertvolle Gemälde in einen Zug verladen und Richtung Westen geschickt. Da gibt es verschiedene Versionen, was unterwegs passiert ist. Der Zug ist oft in Wiener Neustadt gestanden und dabei ist einiges verschwunden“, so Zagler, der aus dem Stoff eine fiktive Geschichte und mit viel künstlerischer Fantasie seinen ersten Krimi-Roman schuf.