Bergrettung auf nächtlicher Vermisstensuche im Einsatz. Am Donnerstagabend um 18.30 Uhr wurde die Bergrettung Reichenau (Bezirk Neunkirchen) zu einer Vermisstensuche gerufen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 22. Juni 2018 (08:46)
Bergrettung Reichenau/L. Turk

In Hinternaßwald waren ein holländischer Tourist (57) und seine ebenfalls aus den Niederlanden stammende Begleiterin (56) beim Aufstieg zum Habsburghaus (Rax) von der Schneealpe kommend vom markierten Weg abgekommen. "Die Wege in diesem Bereich sind durch die Unwetter der letzten Tage teilweise durch Vermurungen schlecht erkennbar", meldete die Bergrettung Reichenau in einer Aussendung.

Bergrettung Reichenau/L. Turk

Die beiden Niederländer waren über das Schotterfeld der „Roten Wand“ bzw. des „Großen Grieß“ aufgestiegen bis sie im schroffen Gelände aus eigener Kraft weder vor noch zurück konnten.

Herannahendes Gewitter erschwerte den Einsatz

Ein Hubschrauber des Innenministeriums flog fünf fünf Leute der Bergrettung Reichenau in die Nähe der unverletzten Touristen geflogen, ein zweiter Trupp versuchte zu Fuß die beiden zu erreichen. Erschwert wurde der Einsatz von einem herannahenden Gewitter.

Gegen 21 Uhr konnte der erste Rufkontakt hergestellt werden und vier der Bergretter erreichten die Touristen. Die zwei Niederländer wurden in der Folge laut der Aussendung der Bergrettung "terrestrisch mittels Seilsicherung ins Tal gebracht".

Die schwierige Bergung, an der zwei Alpinpolizisten, 15 Mann der Bergrettung Reichenau sowie 7 Mann der Bergrettung Mürzzuschlag beteiligt waren, konnte nach sechs Stunden (um 0.30 Uhr) beendet werden.