Reichenau fast menschenleer. Die 2.500-Seelen-Gemeinde Reichenau an der Rax ist im Bezirk Neunkirchen der Corona-Hotspot. 22 von insgesamt 30 Infizierten im Bezirk sind allein hier zu finden (Stand, 22. März, 15 Uhr).

Von Tanja Barta. Erstellt am 22. März 2020 (20:24)

"Es geht mir gut, ich habe nur einen leichten Schnupfen", zu einem der 22 Corona-Patienten zählt auch ÖVP-Bürgermeister Johann Döller. Er bekam vor wenigen Tagen sein Testergebnis. Er nimmt die Heimquarantäne gelassen: "Da müssen wir jetzt durch. Wir können die Gemeindearbeit mittlerweile auch von hier aus regeln."

Ortsmitte ist menschenleer

Neben dem Ortschef sind auch rund 260 weitere Personen in Heimquarantäne. Viele davon natürlich nur zur Vorsicht. Doch auch die restlichen Reichenauer scheinen sich an die Maßnahmen der Bundesregierung zu halten. Die Straßen sind menschenleer, nur vereinzelt sieht man Personen spazieren gehen. Auch die Parkplätze der Nahversorger sind bis auf wenige Autos komplett leer. "Es sind alle sehr diszipliniert", freut sich der Reichenauer Ortschef. 

Komplette Quarantäne derzeit kein Thema

Kurz war auch die Rede von einer kompletten Gemeindequarantäne von Reichenau und dem Nachbarort Payerbach. Das scheint derzeit aber keine Option zu sein. "Ich muss das Gott sei Dank nicht entscheiden, das macht das Land. Aber momentan gibt es bei uns noch nicht so viele Fälle, dass eine komplette Abschottung nötig wäre", so Döller zur NÖN via Telefon.