Rücksichtlos: Absicherung der FF nach Crash gerammt!. Zu einem Verkehrsunfall mit einer Verletzten eilte am Mittwochvormittag die Stadtfeuerwehr Neunkirchen auf die Semmering Schnellstraße (S6) Richtung Semmering, zwischen Neunkirchen und Gloggnitz. Danach kam es fast zu einer "Katastrophe" wie die Einsatzkräfteplattform "Einsatzdoku" festhielt!

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 05. Februar 2020 (13:42)

Vier Fahrzeuge der Feuerwehr rückten auf die Autobahn aus. Mit dabei ist immer ein Tanklöschfahrzeug, das als erstes Absicherungsfahrzeug eingesetzt wird und im Notfall als Rammschutz dienen soll. "Eine goldrichtige Entscheidung wie sich bei dem Vorfall am Mittwochvormittag einmal mehr zeigte", betonte die Feuerwehr-Plattform "Einsatzdoku" in einer Aussendung.

Fahrzeug rammte von FF aufgebaute Absicherung

Der eigentliche "erste" Unfall war im Prinzip ein Standardeinsatz für die Neunkirchner Feuerwehr: Der Pkw einer Frau war entgegen der Fahrtrichtung am Pannenstreifen zum Stillstand gekommen, die Lenkerin erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht. Nach der großräumigen Absicherung bargen die FF-Leute den Unfallwagen mit ihrem Kran und entfernten ihn von der Straße.

Bereits während der Bergungsarbeiten rammte jedoch ein Auto die aufgebaute Absicherung der Feuerwehr. "Verkehrsleitkegel und Blitzer wurden umgefahren. Der Lenker hielt jedoch nicht an und fuhr einfach weiter!", zeigte sich die "Einsatzdoku" entsetzt.

Doch damit nicht genug - kurz vor Ende der Aufräumarbeiten krachten drei weitere Fahrzeuge in die Absicherung! "Die Feuerwehrleute des Tanklöschfahrzeuges mussten sich durch einen Sprung auf die Seite retten, um nicht von den teilweise schleudernden Fahrzeugen überfahren zu werden", schilderte die Einsatzdoku die dramatischen Szenen.

Nach einer noch weitläufigeren Absicherung als beim ersten Crash (eine zusätzliche Streife der Polizei, sowie zusätzliche Feuerwehrfahrzeuge) nahm die Exekutive den Sachverhalt zum Folgeunfall auf und die Florianis verließen die Unfallstelle.

Die Einsatzkräfte appellieren einmal mehr „die Geschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen“ anzupassen! „Trotz Schneegrieseln, nasser Fahrbahn und Temperaturen um den Gefrierpunkt donnerten einige Fahrzeuglenker jenseits der 130 die kurvenreiche S6 durch!“, so die Feuerwehr.