Neunkirchner ist Herr der Rennstrecke. Der Neunkirchner Sepp Weidlich hat sich auf seinem Dachboden eine eigene Rennstrecke gebaut – gespielt wird dort weniger, viel mehr geht es ums Sammeln.

Von Johannes Authried. Erstellt am 12. Januar 2019 (04:00)
Authried
Sepp Weidlich mit seinem „Spielzeug“ am Dachboden, welches sogar mit „NÖN-Werbung“ versehen ist.

Eine eigene Rennstrecke auf dem Dachboden – diesen Traum hat sich Sepp Weidlich erfüllt. Jeder, der einmal eine Carrera-Bahn besessen hat oder noch besitzt, weiß natürlich sofort, von welchem Virus Weidlich befallen ist.

Auf dem circa 20 Meter langen Ring wird heute nur mehr wenig gefahren. „Ich sammle mehr die Carrera-Modelle und baue rund um die Rennstrecke Häuser, Freizeitparks und anderes“ so Weidlich. Über 50 Fahrzeuge dieser deutschen Marke nennt er sein Eigen und ist stolz auf so manche Rarität. 1972, da war er gerade einmal zwölf Jahre alt, hat Sepp Weidlich seine erste Carrera Universal-Rennbahn bekommen. Damit spielte er zwei Jahre – und dann war vorerst Pause.

Sammler zahlen bis zu 2.000 Euro pro Modell

Erst 1984 begann Weidlich wieder, sich dafür zu interessieren und zu kaufen. „1985 ist dann die Firma zugrunde gegangen. Da hat es das System nicht mehr gegeben. Bei Sammlern sind die Carrera-Systeme noch heute sehr beliebt, vor allem die zugehörigen Rennautos. Damals haben vorwiegend deutsche Privatsammler alles an Autos aufgekauft, die heute, je nach Marke, Modell, Lackierungen mehrere hundert Euro kosten können“ schildert Weidlich.

Heute wird im Hause Weidlich weit weniger gefahren, mehr gesammelt – denn die Gefahr einer Beschädigung des Automodells durch „Unfall“ auf der Strecke ist zu groß und würde daher an Wert verlieren. Ein Risiko, dass der „Bahnbesitzer“ lieber nicht eingehen möchte...