Schlagabtausch bei Bahnhofs-Eröffnung. 22,7 Millionen Euro wurden in den Umbau des Neunkirchner Bahnhofes investiert, der am Mittwochvormittag offiziell eröffnet wurde.

Von Christian Feigl. Erstellt am 06. Mai 2015 (17:33)
NOEN, Christian Feigl
22,7 Millionen Euro wurden in den Umbau des Neunkirchner Bahnhofes investiert, der am Mittwochvormittag offiziell eröffnet wurde. Die Bahnsteige, Oberleitungen und der Personentunnel wurden erneuert, die Park & Ride-Anlagen erweitert, das Stellwerk elektronisch modernisiert. Dennoch sparte Neunkirchens ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer in seiner Rede nicht mit Kritik – eine Kritik, die jedoch seitens der ÖBB nicht unbeantwortet blieb.
 
Grundsätzlich sei er der Bahn für das tolle Projekt dankbar, so der Stadtchef zu Beginn seiner Worte. Allerdings sehe er nicht ein, warum die Stadt auch noch 12.000 Euro pro Jahr an Erhaltungsabgaben zu leisten habe. Zudem übernehme man als Kommune ohnedies schon die Kosten für Notbefreiung der Lifte oder  den Winterdienst. Aber auch den fehlenden  Lift im Bereich des Ausgangs zur Blätterstraßensiedlung prangerte Osterbauer an. Hier konnte sich die Stadt mit der ÖBB trotz intensiver Verhandlungen wegen der hohen Kosten nicht einigen.
 
Worte, die ÖBB-Vorstand Franz Seiser nicht unbeantwortet ließ: „Das ist ja nicht unser Geld, sondern das Geld des Steuerzahlers. Und da wird jeder Cent genau umgedreht“, meinte er Richtung Osterbauer. Diplomatisch ging ÖVP-Landesrat Karl Wilfing in seiner Rede auf die Kritik ein: „Ich verstehe die Sorgen der Gemeinden, aber die zu leistenden Zahlungen sind in Relation zur Investitionssumme durchaus vertretbar.“
 
Beim anschließenden Bufffet gab es zwischen Stadt und ÖBB aber nur mehr wenig Berührungspunkte.

Mehr darüber ab Montag in der Printausgabe der NÖN Neunkirchen.