Aktion „Zero Waste“ an Fachschule Warth. Am Welthauswirtschaftstag wurde bei der gesamten Verpflegung der Fachschule Warth ganz bewusst auf Verpackungsmaterial verzichtet. Großteils stellte man die Lebensmittel sogar selbst her. So wurde beim Frühstück, der Jause, dem Mittagessen und dem Abendessen viel Müll vermieden und der Umweltgedanke ins Zentrum des Schulgeschehens gerückt.

Von Schulpartner NÖN/BVZ. Erstellt am 26. März 2019 (15:26)
Usercontent, Jürgen Mück
Die Personen v. l.: Leonie Riegler, Fachlehrerin Annette Frei, Kevin Flieh und Leila Machta verwenden nur unverpackte Lebensmittel in der Schulküche

„Die Schülerinnen und Schüler waren vom Einkauf bis zur Zubereitung der Speisen eingebunden und konnten so mitverfolgen wie und wo Müll vermieden werden kann. Dies beginnt bei der Änderung der Einkaufsgewohnheiten, weil man nicht überall unverpackte Lebensmittel bekommt“, betont Fachlehrerin Annette Frei. „Aber der erste Schritt ist die genaue Zusammenstellung der Einkaufsliste. Denn im Idealfall kann man dann gleich die Behälter, wie Gläser oder Baumwollsäcke, mit zum Einkauf nehmen und so die Umwelt schonen“, erklärt Lehrerin Frei. Für die Schüler, Lehrer und Angestellten der Fachschule Warth verlief die „Zero-Waste-Aktion“ sehr positiv, zeigte sie doch die Machbarkeit der bewussten Müllvermeidung auf. Generell will man künftig an der Fachschule den Weg zu weniger verpackten Lebensmitteln einschlagen.

Der Trend zum unverpackten Einkauf ist deutlich zu spüren, denn die Anzahl der Neo-Greißlereien nimmt zu. „Zero Waste Shops“, also „Unverpacktläden“, haben sich auf den unkomplizierten Einkauf ohne Verpackung spezialisiert. Experten sprechen von einer Renaissance des Marktgefühls, weil hier wahrlich mit allen Sinnen eingekauft wird. Man kann die unverpackten Produkte wieder riechen und bekommt ein Gefühl für die benötigten Mengen. Wer Verpackung spart, greift automatisch zu weniger verarbeiteten Produkten, was sich wieder positiv auf die Gesundheit auswirkt, denn weniger Verpackung geht oft Hand in Hand mit weniger Konservierungsstoffen, weniger Zucker, Salz und Palmfett.

Die International Federation for Home Economics (IFHE) unterstützt seit 1982 jedes Jahr am 21. März aktiv den Welthauswirtschaftstag. Ziel dieses Tages ist es, die Bedeutung der Hauswirtschaft für die Bewältigung des Alltags und zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen bewusst zu machen.

Infos unter: www.ifhe.org/

- Artikel von Jürgen Mück