Motorsägenkurs für Wiener Netze an Fachschule Warth. Die sichere Waldarbeit stand auf dem Stundenplan des zweitägigen Motorsägenkurses für Mitarbeiter der Wiener Netze, der diese Woche an der Fachschule Warth stattfand. Für 14 Personen, welche für die Instandhaltung der Trassen der Freileitungen für Strom verantwortlich sind, gab es eine maßgeschneiderte Forstausbildung.

Erstellt am 30. Januar 2020 (12:48)

„Wenn Bäume in Stromleitungen fallen, dann ist bei der Aufarbeitung der Hölzer fachliches Know-how und praktische Erfahrung besonders gefragt. Daher legten wir die Ausbildungsschwerpunkte auf die richtige Handhabung der Motorsäge und die Fälltechnik von Bäumen bei Windwürfen“, betont Forstwirtschaftsmeister Karl Kogelbauer, der den Kurs leitete. „Am Programm standen zuerst die Wartung der Motorsägen und die Arbeitssicherheit, danach wurden Schneideübungen durchgeführt. Dabei kam auch der Spannungssimulator zum Einsatz, um die Schneidetechnik bei stark verspannten Baumstämmen zu üben. Im zweiten Kursteil ging es dann in den Wald, wo mit der Seilwinde und dem Forsttraktor gearbeitet wurde. Ebenso wurden Bäume gefällt“, so Kogelbauer, der von Forstwirtschaftsmeister Peter Karpfenberger unterstützt wurde.

„Unsere Mitarbeiter im Außendienst müssen Äste und Bäume, die in Strom-Freileitungen ragen, regelmäßig entfernen. Da ist der sichere Umgang mit der Motorsäge sehr wichtig“, erklärt Franz Fleischhacker von den Wiener Netzen.

Zwei weitere Motorsägenkurse werden für die Wiener Netze noch dieses Jahr an der Fachschule Warth durchgeführt. In Summe werden dann rund 50 Mitarbeiter für die sichere und fachgerechte Arbeit mit der Motorsäge ausgebildet sein. Veranstalteter der Kurse ist Land-Impulse, der Landesverband der Absolventen landwirtschaftlicher Schulen in NÖ.

Die Unfälle bei der Tätigkeit im Forst sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dazu haben die verbesserte Technik sowie die Verwendung der Sicherheitsbekleidung und der gezielten Forstausbildung an den Fachschulen beigetragen.