Familie während des Schlafs ausgeraubt. Gestohlener Mercedes konnte mit GPS-Signal in Budapest geortet und sichergestellt werden. Auch Bargeld wurde mitgenommen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. Mai 2018 (05:01)
Symbolbild
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Eine Familie einer kleinen Gemeinde aus dem Schwarzatal wurde in der Nacht auf Donnerstag Opfer einer sogenannten Home-Invasion: Allerdings kam es zum Glück zu keinem Kontakt mit den Tätern, die es auf Bargeld und den 70.000 Euro teuren Mercedes des Hauseigentümers abgesehen hatten. Dabei begingen sie allerdings einen schweren Fehler: Denn der gestohlene Wagen ist mit einem GPS-Ortungssystem ausgestattet und konnte bereits wenig später in Budapest sichergestellt werden.

„Mein Sohn hat in der Früh zu mir gesagt, dass er in der Nacht die Terrassentür schließen musste. Das ist uns komisch vorgekommen, weil wir sie zugemacht hatten und dann haben wir eh schon das Malheur entdeckt“, erinnert sich der Hauseigentümer. In besagter Nacht waren vier Personen im Haus: „Passiert muss das Ganze zwischen 2 und 5 Uhr sein“, mutmaßt er. Mitbekommen hat zum Glück keiner der Anwesenden etwas von dem Einbruch.

Terrassentür aufgebohrt

Die Täter hatten die Terrassentür professionell aufgebohrt, dann Bargeld und schließlich alle Autoschlüssel und am Ende den Boliden entwendet: „Sogar das Mountainbike aus der Gartenhütte haben sie mitgenommen. Ich glaube, dass es mehrere Täter waren und es sich dabei um eine Auftragsarbeit gehandelt hat.“ Er ist jedenfalls froh, dass die Sache letztendlich glimpflich ausgegangen ist: „Nicht auszudenken, wenn ein Familienmitglied auf die Täter getroffen wäre!“ Auch die restlichen Autoschlüssel konnten in einem Feld wiedergefunden werden.

Natürlich habe man jetzt ein ungutes und mulmiges Gefühl. Die Alarmanlage sei wegen der Katze nicht eingeschaltet gewesen. „Und natürlich auch, weil alle zu Hause waren. Da rechnet ja keiner mit so etwas!“

Ob die Täter ebenfalls gefasst werden konnten, war zu Redaktionsschluss noch unbekannt.