Grab-Krimi wurde enträtselt. Dank der Mithilfe der NÖN wurde das Verschwinden des Grabes in Schwarzau am Steinfeld geklärt und die Familie Wallner darf sich nun ein neues Grab aussuchen.

Von Tanja Barta. Erstellt am 12. November 2020 (05:55)
Margit Wallner, hier noch bei der alten Grabstelle, durfte sich eine neue aussuchen.
Tanja Barta

Großes Rätselraten in der Schwarzatalgemeinde. Das angemietete Grab von Familie Wallner verschwand spurlos, die NÖN berichtete ausführlich. Sowohl die Pfarre als Friedhofsverwalter, als auch die Gemeinde konnten sich nicht erklären, was passiert war. Jetzt konnte der Friedhofs-Krimi allerdings gelöst werden.

Es wäre ein Missverständnis nach dem anderen gewesen, erzählt ÖVP-Bürgermeisterin Evelyn Artner der NÖN am Telefon. „Die Familie, die das Grab zuvor hatte, hat dieses 2011 zurückgegeben. Mit dem damaligen Pfarrer wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Grabstelle in absehbarer Zeit entfernt wird“, so Artner. Das passierte allerdings nicht – bis vor einigen Wochen.

„Vor Kurzem hat die Familie erst diese Grabstelle beseitigt, ohne zu wissen, dass die Grabstelle bereits an eine andere Familie vergeben wurde“, löst die Ortschefin den Krimi auf. Der Familie sei der Vorfall äußerst unangenehm, „sie wollten niemandem etwas Böses!“, betont Artner. Mittlerweile ist die Entfernung eines Grabsteines rechtlich geregelt. Dieser muss innerhalb von drei Monaten geräumt werden. „Damals gab es diese rechtliche Grundlage aber noch nicht“, so Artner.

Froh über die Auflösung des Rätsels ist auch Margit Wallner: „Vielen Dank an die Frau Bürgermeister, die mir wirklich sehr geholfen hat. Wir dürfen uns jetzt ein neues Grab aussuchen“, freut sich Wallner. Beim Aussuchen der neuen Grabstelle am Schwarzauer Friedhof wird sie von der Ortschefin höchstpersönlich begleitet: „Ich werde mir am Montag (nach Redaktionsschluss, Anm.) Zeit nehmen und mit Frau Wallner die Grabstellen besichtigen!“