Streiterei um Drescharbeiten in der Nacht. Im Gemeindeblatt kritisiert SPÖ-Ortschef Drescharbeiten im Wohngebiet nach 22 Uhr. ÖVP-Vertreter finden, diese „persönliche Meinung“ habe im Gemeindeblatt nichts zu suchen.

Von Clemens Thavonat. Erstellt am 21. August 2019 (04:34)
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Viele Bauern verfügen nicht über Dreschmaschinen. Sie müssen sich nach den Möglichkeiten von Lohndreschern richten, manchmal bedeutet das auch Nachtarbeit.

Die neue Ausgabe des Schwarzauer Nachrichtenblattes der Gemeinde hat nun zu Irritationen bei Vertretern der ÖVP geführt.

Bereits am Titelblatt der aktuellen Ausgabe geht es um eine neue Lärmschutzverordnung, die von allen politischen Fraktionen mitgetragen wurde – so weit, so gut. Daneben jedoch schreibt SPÖ-Bürgermeister Günter Wolf, er missbillige es, wenn etwa Mähdrescher, direkt neben bewohntem Gebiet, nach 22 Uhr auf den Feldern für Lärm sorgen.

Das stößt ÖVP-Ortsobmann Thomas Elian und ÖVP-Landtagsabgeordnetem Hermann Hauer sauer auf: „Das ist eine Gemeindezeitung, da hat der Bürgermeister keine persönlichen Animositäten zu vertreten“, so Elians Vorstoß. „Wolf weiß genau, dass in der Landwirtschaft viele Faktoren eine Rolle spielen, der betroffene Landwirt hat keinen eigenen Drescher, muss auch Nachtarbeit akzeptieren“, geht auch Hauer darauf ein.

Der Bürgermeister versteht die Aufregung darüber nicht wirklich: „Ich habe doch nichts Negatives geäußert, wollte die Bauern nur darum ersuchen, ihren Arbeitsplan so zu gestalten, dass Nachtarbeit nicht unbedingt direkt neben Wohnbauten sein muss.“

Im Übrigen verweist Günter Wolf auch darauf, dass ihm die Landwirtschaft viel bedeute, er sich auch immer wieder einsetze, wenn es darum gehe, Felder und Wiesen vor Vandalen, Hundekot oder auch unberechtigten Radfahrern zu bewahren.