Sieben Schüsse bei Massenrauferei am Bahnhof. Also doch: Jener Zeuge, der am Samstagnachmittag wegen einer Massenrauferei am Bahnhof die Polizei alarmiert hatte (NÖN online berichtete exklusiv), hat sich nicht geirrt: Es wurde dabei auch geschossen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 01. Februar 2021 (10:26)
Weingartner-Foto

Hintergrund des Polizei-Großeinsatzes dürfte eine ,,Aussprache" unter Jugendlichen der türkischen Community gewesen sein. Im Mittelpunkt stand dabei ein Bursche aus Ternitz, der dafür verantwortlich war, dass sich eine Gruppe von zehn bis 15 Landsleuten mit dem Zug von Wien nach Neunkirchen machte.

Gegen 15.50 Uhr dürfte die ,,Aussprache" dann eskaliert sein: ,,Es kam zu einer Rauferei im Bahnhofsbereich, bei dem auch Schüsse gefallen sind. Ein Zeuge schlug Alarm", so Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion.

Beim Zufahren des Großaufgebots der Einsatzkräfte gaben die Jugendlichen Fersengeld. ,,Allerdings ist es gelungen, einen Teil davon anzuhalten", weiß Baumschlager. Bei den Identitätsfeststellungen stellte sich heraus, dass insgesamt sieben Schüsse aus einer Schreckschusspistole abgegeben wurden. Wem die Waffe gehört, steht derzeit im Mittelpunkt umfangreicher Ermittlungen.

Auch der Ternitzer Jugendliche stellte sich mit Kopfverletzungen bei der Neunkirchner Polizei. Alle Beteiligten werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.