Reiselustige Allrounderin. Neben ihren zahlreichen Reisen in unterschiedlichste Länder dieser Welt ist die 27-jährige Silvia Ungersböck vor allem künstlerisch tätig – und kann bereits Erfolge verzeichnen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 23. Juli 2014 (09:56)
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ZÖBERN / Silvia Ungersböck sitzt mit ihrem Laptop am Küchentisch, als die NÖN zum Interview bei ihr eintrifft. Sie sieht sich Bilder von den verschiedensten Reisen an, die sie bereits unternommen hat. „Nur bin ich leider fast nirgendwo selbst oben, weil ich meist alleine unterwegs war“, muss die 27-Jährige lachend feststellen.

Fragt man Silvia Ungersböck nach ihrer ersten großen Reise, muss sie nicht lange nachdenken

Es war ihr Fahrrad-Trip nach Italien. „Ursprünglich war ich alleine unterwegs, aber ich habe dort bald jemanden kennengelernt“, erinnert sich die sympathische Reiselustige zurück. „Ich habe dort eine Puerto-Ricanerin kennengelernt, die mich dann auf die Idee gebracht hat, nach Puerto Rico zu gehen.“

Diesen Vorschlag nahm Silvia Ungersböck gerne an, kurze Zeit später war die Zöbernerin nach Puerto Rico unterwegs. Gepackt hatte sie für zwei Wochen, geblieben ist sie ein halbes Jahr. „Dort habe ich dann ziemlich schnell eine eigene Wohnung gefunden“, erzählt Ungersböck, auch Couch-Surfen nahm die 27-Jährige zuvor in Anspruch. Dabei stellen Menschen aus aller Welt ihr Wohnzimmersofa für Gäste zur Verfügung. „Es haben sich Freundschaften gebildet, die bis heute gehalten haben. Außerdem lernst du so viele Einheimische dabei kennen“, lächelt Ungersböck.

In Puerto Rico Liebe  zur Kunst neu entdeckt

Um in Puerto Rico über die Runden zu kommen, nahm sie schließlich einen Job als Kellnerin in einem Hotel an, ihre Chefin dort wurde auf ihr großes Talent im Malen und Zeichnen aufmerksam. „Von ihr habe ich dann Aufträge zu unterschiedlichen Themen bekommen“, so Ungersböck. In Puerto Rico begann die 27-Jährige schließlich auch, an der Uni im Kurs „Kunst und Architektur“ hineinzuschnuppern.

Neben all den positiven Erfahrungen, die Ungersböck gemacht hat, erlebte sie jedoch auch die Schattenseiten des Reisens. „Ich habe dort mein Handy und alle meine Karten verloren“, erzählt die 27-Jährige. Mittlerweile kann sie über dieses Missgeschick jedoch schon wieder herzhaft lachen.

Derzeit hat Silvia Ungersböck mehrere Projekte laufen

Neben Illustrationen, die sie für verschiedene Zeitschriften anfertigt – auch Aufträge von ,Kurier‘ und ,Falter‘ waren schon dabei – gestaltet die Allrounderin Workshops zu Themen wie Kunst und Graffiti. In der Vorwoche konnte man zudem Werke der Künstlerin bei einer Gruppen-Ausstellung mit anderen Studenten in Bregenz bewundern.

Ziele für die Zukunft hat Silvia Ungersböck genug. Derzeit ist sie auf der Akademie der Bildenden Künste. „Beruflich bin ich offen für alles im visuellen Bereich. Auch Arbeit mit Kindern könnte ich mir gut vorstellen.“ Reiseziele hat sie ebenfalls noch einige: Derzeit bemüht sich die 27-Jährige um einen Flug nach Jakarta, Indonesien.

Und wer weiß, wie lange diese Reise dann tatsächlich dauern wird...