Solidarität mit Ex-Bestattungs-Mitarbeitern. Freiheitliche Gemeinderatsfraktion organisierte gemeinsames Mittagessen mit früheren Beschäftigten der städtischen Bestattung und kritisiert Vorgehen nach wie vor vehement. Unterstützung für die Initiative kam auch von SPÖ-Stadtparteivorsitzender Andrea Kahofer.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 01. Juni 2020 (15:41)
Die FPÖ-Gemeinderatsmannschaft, bestehend aus Helmut Fiedler, Regina Danov und Willi Haberbichler, mit den betroffenen Ex-Mitarbeitern.
FPÖ Neunkirchen

Diese Angelegenheit hatte zuletzt einigen Staub in Neunkirchen aufgewirbelt: Mit ihrem Gehaltszettel erhielten etwas mehr als ein Dutzend geringfügig beschäftigter Mitarbeiter der Bestattung vor wenigen Wochen ihre einvernehmliche Kündigung – ohne, dass im Vorfeld mit ihnen darüber gesprochen worden war.

Was prompt die Opposition auf den Plan rief, die mit den dafür Verantwortlichen hart ins Gericht ging: SPÖ-Klubobmann Kautz bezeichnete die Vorgangsweise als „riesengroße Frechheit“, FPÖ-Stadtparteiobfrau Regina Danov meinte, dass man „so nicht mit fleißigen Arbeitnehmern“ umgehen könne.

Auf FPÖ-Initiative zu Mittagessen eingeladen

Auf Initiative von FPÖ-Gemeinderat Helmut Fiedler wurden die ehemals Beschäftigten nun zu einem Mittagessen ins Gasthaus „Zum Spitzerl“ eingeladen. Um „Danke zu sagen, wenn die Verantwortlichen schon nichts machen“, wie FPÖ-Klubobmann Willi Haberbichler die Initiative erklärte.

Besuch erhielt die Gruppe auch von SPÖ-Stadtparteichefin Andrea Kahofer, die ebenso nicht mit Kritik an der Entscheidung sparte: „Die Entscheidung ist nicht nur menschlich verkehrt gewesen, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht zu hinterfragen.“ Bei den Betroffenen selbst herrsche, so die FPÖ in einer Aussendung, „noch immer Irritation und Enttäuschung, denn viele waren lange dabei und diese Arbeit könne nicht jeder so einfach machen, wie uns erzählt wurde“, heißt es da etwa.

Geschäftsführer entschuldigte sich

Bei den von der Stadt ausgegliederten Wirtschaftsbetrieben gab man sich nach dem Bekanntwerden der Kündigungen auf NÖN-Anfrage übrigens zerknirscht. Das sei dumm gelaufen und so nicht beabsichtigt gewesen, hieß es von Geschäftsführer Hans Spies.

Ein Mitarbeiter hätte die Betroffenen informieren sollen, was aufgrund eines Kommunikationsfehlers aber nicht geschehen sei. „Das hätte nicht passieren dürfen, das tut mir leid“, erklärte Geschäftsführer Hans Spies damals auf Anfrage und versprach, entsprechende Gespräche führen zu wollen.