Ruf nach Tor-Sanierung in der Justizanstalt Gerasdorf. Am historischen und unter Denkmalschutz gestellten Eingangstor der Haftanstalt nagt der Zahn der Zeit. Vorarbeiten für eine Renovierung wurden eingeleitet.

Von Elfi Hagenbichler und Christian Feigl. Erstellt am 30. April 2021 (04:34)
Robert Toder und Gerald Marangoni vor dem sanierungsbedürftigen historischen Anstaltstor.
FPÖ, FPÖ

Wer an der Justizanstalt für Jugendliche in Gerasdorf vorbeifährt, ist oftmals beeindruckt von der schönen historischen Toranlage mit ihren prächtigen Wappen, die dem Haupteingang vorgelagert ist. Nimmt man sich jedoch die Zeit, genauer hinzuschauen, fällt die Sanierungsbedürftigkeit des Bauwerkes auf.

„Ich wurde schon öfter von Gemeindebürgern auf den Zustand des Tores und der Mauer angesprochen“, macht FPÖ-Gemeinderat Robert Toder auf die Situation aufmerksam, „bei näherer Betrachtung hinterlässt das Tor – trotz vorangegangener oberflächlicher Sanierung – tatsächlich einen schon recht schlechten, heruntergekommenen und sanierungsbedürftigen Eindruck.“ Er habe sich vor Kurzem gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Gerald Marangoni bei einem Lokalaugenschein ein Bild davon gemacht: „Eine baldige und fachmännische Sanierung ist hier dringend geboten“, betont Toder im Gespräch mit der NÖN.

Dass diese Notwendigkeit auch der Justiz nicht entgangen ist, bestätigt Leiter-Stellvertreter Thomas Binder: „Die denkmalgeschützte historische Toranlage ist tatsächlich sanierungsbedürftig und daher soll diese renoviert werden. Kontakt mit dem Bundesdenkmalamt hatten wir in dieser Sache schon. Mehr kann ich derzeit nicht sagen, weil es noch kein konkretes Konzept, keine Kosten, keinen Finanzierungsplan, keine Firmen et cetera gibt.“ In ein paar Wochen werde es nähere Informationen geben, so Binder.

Das historische Tor gehört zu den letzten Resten der ehemaligen Schlossanlage Gerasdorf, einer Erweiterung der einstigen mittelalterlichen Wasserburg – laut Denkmalliste des Bundesdenkmalamts ist die Anlage unter Denkmalschutz gestellt.