Auch verurteilter Neonazi Gottfried Küssel bei Griechenwirt

Erstellt am 12. Februar 2022 | 11:36
Lesezeit: 2 Min
Razzia in Restaurant: 61 Gäste ohne Nachweis
Razzia in Restaurant: 61 Gäste ohne Nachweis
Foto: privat
Bei einer Polizeikontrolle am Freitagabend im als „Siga Siga“ bekannt gewordenen griechischen Restaurant wurden zahlreiche Anzeigen ausgesprochen. Mit Gottfried Küssel befand sich auch ein mehrmals verurteilter Neonazi unter den Gästen - das bestätigt auf NÖN.at-Anfrage die Landespolizeidirektion.
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Der Polizeieinsatz im (an sich ruhig gestellten) Lokal „Siga Siga“ in St. Johann vom Freitagabend sorgt für gehörigen Wirbel. Wie NÖN.at nun in Erfahrung bringen konnte, befand sich unter den über hundert Gästen auch Österreichs wohl bekanntester Rechtsextremer: Der bekennende und mehrmals (etwa wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung) verurteilte Neonazi Gottfried Küssel.

Küssel pöbelte Polizisten bei Amtshandlung an

Über das Netzwerk „Telegram“ verbreitete sich am Samstagvormittag ein Video, das Küssel dabei zeigt, wie er einen Polizisten anpöbelt. „Lassen Sie mein Essen in Ruhe – das schreckt sich vorm Fotoapparat“, sagt Küssel etwa zu einem Beamten, als dieser Aufnahmen von der Situation im Lokal macht. Die Landespolizeidirektion NÖ bestätigt auf NÖN.at-Anfrage die Anwesenheit Küssels. Er sei „wegen aggressivem Verhalten“ auch angezeigt worden, so die Auskunft der Exekutive.

Küssel, der im Jänner 2013 zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde, besuchte seit Oktober 2020 immer wieder Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung.

NÖN.at hatte am Samstagvormittag bereits über die Situation in St. Johann berichtet:

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