Grüne erarbeiten ein Infrastruktur-Konzept. Bei der Klausur blickte die Regierungspartei nicht nur zurück, sondern präsentierte auch Schwerpunktthemen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 13. September 2017 (04:26)
In gemütlicher Atmosphäre trafen sich Gemeinderätin Sevim Aydin, Gemeinderat Günter Pallauf, Gemeinderat und Klubobmann Johann Gansterer, Gemeinderätin Clara Schweighofer und Vizebgm. Martin Fasan.
zVg

Bei einer Sommerklausur bereiteten sich Neunkirchens Grüne mit Vizebürgermeister Martin Fasan auf die zweite Halbzeit ihrer Gemeinderatsperiode vor. Im Blickpunkt standen dabei viele realisierte Projekte, aber auch solche, die in den kommenden zweieinhalb Jahren noch umgesetzt werden sollen.

Besonders die neu errichteten Radanlagen strich Fasan positiv hervor: „Zu erwähnen sind hier die Projekte in der Urbangasse, Wiener Straße oder beim neuen Krankenhaus, die die Wege innerhalb der Stadt verkürzen und den Radlern ein sicheres und angenehmes Fahren ermöglichen!“

Auch die Bürgerinitiative „Neunkirchen hilft“, die sich um die Betreuung geflüchteter Menschen, die in Neunkirchen sesshaft wurden, kümmert, wurde als positives Beispiel hervorgestrichen. „Das Schöne ist, dass diese Betreuung weiterhin anhält: in Form von Sprachkursen, persönlicher Unterstützung bei Behördenwegen sowie bei gemeinsamen Unternehmungen, wie zuletzt bei einem gelungenen Ausflug zur Naturfreundehütte auf die Flatzer Wand“, führt Fasan aus.

Für die zweite Halbzeit haben sich die Grünen ebenfalls viel vorgenommen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Stadt- und Siedlungs- sowie der Grünraumentwicklung.

In Neunkirchen herrsche rege Wohnbautätigkeit. „Wir wollen diesen Prozess nicht verhindern – wie die SPÖ mit ihrem ,Nein‘ zur ,Gartenstadt‘. Aber wir wollen ihn steuern und rechtzeitig vorausplanen, welche Maßnahmen für die öffentliche Infrastruktur dafür getroffen werden müssen (Kindergärten, Kanal- und Wasserleitung, Straßenbeleuchtung etc.)“, so Fasan.

"Gründung der Bürgerinitiative zur Verbesserung der Grünraumgestaltung für uns ein Auftrag."Martin Fasan

Es brauche daher einen mittelfristigen Plan zur groben Abschätzung der Neunkirchner Bevölkerung im Jahr 2025. Danach soll ein Grobkonzept entstehen, in dem die wichtigsten Maßnahmen in der Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur (Straßenbau, Beleuchtung, Kanal, soziale Versorgung, wie Kinderbetreuung etc.) enthalten sind.

Da die Aktion „Baumpatenschaft“ in den letzten Jahren ein wenig zu kurz gekommen sei, soll in den nächsten beiden Jahren verstärkt daran gearbeitet werden. Der erste Erfolg in dieser Hinsicht kann in der Schreckgasse verbucht werden, wo nahezu gleich viel Bäume nachgepflanzt werden, wie geschnitten werden mussten.

„Dennoch ist die Gründung der Bürgerinitiative zur Verbesserung der Grünraumgestaltung für uns ein Auftrag, in diesem Bereich besser zu werden. Diese Tätigkeit verstehen wir nicht als Konkurrenz zur Umweltstadträtin, sondern eher als Unterstützung“, greift Fasan ein aktuelles Beispiel auf.