Neuer Chef bei der ÖVP Gloggnitz. Gerald Koloc beerbt Langzeitobmann Friedl Wernhart an der Spitze. Er möchte etwas bewegen, die Partei „entstauben“, die Jugend und neue Leute ins Boot holen.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 10. September 2021 (05:43)
Gerald Koloc
Seit sechs Jahren ist Gerald Koloc bei der ÖVP Gloggnitz aktiv.
Brandtner

Für sich hat Gerald Koloc ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Gloggnitzer wurde zum neuen ÖVP-Stadtparteiobmann gewählt und tritt damit die Nachfolge von Friedl Wernhart an.

„Es wird eine spannende Herausforderung. Darauf freue ich mich“ erklärt Koloc, der zwar schon länger bei den Gloggnitzer „Schwarzen“ mitarbeitet, vorher aber nie politisch aktiv war. Koloc ist Jahrgang 1973, wurde in Wien geboren. Über den Beruf kam er in das südliche Niederösterreich, seit 2001 lebt er mit seiner Familie in Gloggnitz und führt erfolgreich seine Firma, die Pädagogikspielzeug vertreibt. „Und über Alois Orth kam ich zur Partei und bin jetzt seit sechs Jahren dabei“, verrät Koloc, dessen großes Hobby der Stock-Car-Sport ist.

Die Parteiarbeit will der Unternehmer auf neue Beine stellen. „Wir wirken zu verstaubt. Mein großes Ziel ist, die alten Strukturen aufbrechen und gemeinsam mit den Bünden neue Strukturen reinbringen“, skizziert Koloc seinen Weg. Sein unternehmerisches Denken will er in die Parteiarbeit einfließen lassen. „Ich habe da sicher einen anderen Ansatz. Vor allem auch, weil ich noch etwas weit weg von der Kommunalpolitik bin“, erklärt der neue Parteiobmann gegenüber der NÖN.
Warum er sich dann zur Wahl stellte, erklärt der 48-Jährige in einem Satz. „Ich will etwas bewegen, Ziele setzen und etwas erreichen“, so seine Botschaft. In ersten Schritten will der neue Obmann unter anderem Teams bilden, neue Leute ins Boot holen und die Jugend ansprechen. Koloc: „Und wir müssen in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen und über unser Tun weiterkommen“.

Dazu werden natürlich auch Veranstaltungen gehören. Bei der Kandidatenliste zur letzten Wahl fand sich der Name Koloc auf den hinteren Plätzen, aktuell ist ein Mandat kein Thema. Ebenso wenig, wer die ÖVP bei der kommenden Gemeinderatswahl als Spitzenkandidat anführt. „Wir haben noch drei Jahre Zeit zur Wahl“, so Koloc.