Kein Bus zur Musterung: Kritik von Neunkirchner SPÖ. Opposition über fehlende Serviceleistung der Stadt nicht erfreut. Anmeldungsrückgang und Kosten als Gründe.

Von Christian Feigl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (11:18)
Symbolbild
Weingartner-Foto

Weil die Stadtgemeinde es im Gegensatz zu früher jungen Männern nicht mehr ermöglicht, zur Stellung nach St. Pölten mit einem eigens dafür organisierten Bus reisen können, übt die SPÖ Kritik an der Vorgehensweise.

Anmeldungen wurden weniger

„Jedes kleine Nest ist im Stande, so etwas zu organisieren. Nur bei uns klappt es auf einmal nicht mehr und man versteckt sich unter dem Deckmantel des Datenschutzes. Ich bin mir aber sicher, dass dies in Wahrheit nur aus Kostengründen nicht mehr angeboten wird“, ist SPÖ-Infrastrukturstadtrat Günther Kautz sauer.

Für beides hätte er eine Lösung parat: „Wenn man sich vor dem Datenschutz fürchtet, dann könnte man ja einen Termin für eine Fahrt in der Gemeindestube anbieten, wo sich Interessenten dann hinwenden können. Und wenn es tatsächlich aus finanziellen Gründen scheitern sollte, dann kann ja auch ein kleiner Unkostenbeitrag eingehoben werden“, präzisiert er seine Vorstellungen.

Und ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer macht auch gar kein Geheimnis daraus, dass diese Maßnahme aus Kostengründen gesetzt wurde: „Das war einer der Punkte bei der Haushaltskonsolidierung, bei der sich die SPÖ nicht einbringen wollte.“

Allerdings, so Osterbauer, müsse man schon dagegenhalten, dass die Anmeldungen im Laufe der Jahre immer weniger wurden. „Und diejenigen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, bekommen die Kosten dafür ja auch wieder ersetzt!“