Sozialprojekt startet in Neunkirchen. Zwei Streetworker sollen ab Februar direkt auf der Straße Problemfelder erkunden und Hilfestellungen anbieten.

Von Christian Feigl. Erstellt am 28. Januar 2021 (02:23)
Projektleiter Markus Heissenberger, die beiden Streetworker Vanessa Pilles und Christoph Zwedelik, ÖVP-Stadtrat Thomas Berger und Grüne-Vizebürgermeister Johann Gansterer.
zVg

Dort helfen, wo es unmittelbar notwendig ist. Das ist die Prämisse des ehrgeizigen und lang ersehnten Streetwork-Projekts, das die Stadtgemeinde mit Februarbeginn startet. In der Praxis bedeutet das, dass künftig zwei Sozialarbeiter zehn Wochenstunden aufbringen werden, um in Problemzonen mit Hilfesuchenden zu sprechen und ihnen auch unter die Arme zu greifen.

„Das muss aber nicht nur Jugendliche betreffen“, betont ÖVP-Stadtrat und Sozialexperte Thomas Berger. Vielmehr richte sich das Angebot an jede Altersgruppe. Durchgeführt wird das Projekt mit Fachpersonal des Sozialen Wohnhauses: „Das sind Experten auf diesem Gebiet und es ist auch bereits eine notwendige Infrastruktur vorhanden“, begründet Berger die Auswahl.

Vorschreiben will die Stadt den Mitarbeitern vorerst nicht viel: Sie sollen sich im Stadtgebiet frei bewegen und sich als Ergänzung auch mit der Exekutive austauschen. Natürlich sollen dabei Brennpunkte wie beispielsweise der Stadtpark bearbeitet werden. Das Angebot werde niederschwellig, anonym und kostenlos passieren. Berger betont, dass diese Leistungen auch im Zuge der Aktion „Familienfreundliche Gemeinde“ ins Leben gerufen wurden und er hoffe, dass sich aus der Arbeit auch Projekte entwickeln würden. Positiv bewertet ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer das Projekt: „Ich halte es für sinnvoll und sehr wichtig. Und wir sind ohnehin schon spät dran. Wichtig ist, dass es auch funktioniert.“ Über Letzteres sollen zumindest zweimal im Jahr Berichte der Sozialarbeiter an die Stadt Auskunft geben.