Studium in Pension. Doktoratsstudium / In der Pension kehrte Hans Heinz mit 77 noch einmal in die Uni-Hörsäle zurück, er promovierte mit Auszeichnung.

Von Karin Egerer. Erstellt am 02. Juli 2014 (11:26)
Hans Heinz absolvierte in seiner Pension das Doktorratsstudium der Technischen Chemie mit Auszeichnung.
NOEN, privat
Vor seiner Pensionierung hatte Hans Heinz lange Jahre bei der Firma Shell und Siemens gearbeitet. „Im Laufe meines Berufslebens hatte ich viel mit Transformatoren zu tun. Ich habe schon in meiner Jugend an der TU Maschinenwesen-Starkstromtechnik studiert. Doch während der arbeitsreichen Jahre war es immer zu hektisch, um mich mit dem Thema intensiver zu befassen, das mich immer schon interessiert hat, den Transformatoren“, so Heinz.

Daher entschloss er sich, in der Pension neuerlich „die Schulbank zu drücken“ und nochmals Studentenluft an der TU zu schnuppern. „Das war für mich eine ganz tolle Erfahrung. Wenn ich auch sicher der älteste Student war, so haben mir die Gespräche mit den Jugendlichen und überhaupt das ganze Studium sehr gut getan“, ist sich der frischgebackene „Doktor der technischen Wissenschaften“ sicher.

Studium in der Mindestzeit von sechs Semestern

„Heutzutage ist ja alle viel einfacher durch das Internet. Früher musste ich mir alles aus der Bibliothek erarbeiten. So konnte ich diesmal 168 Literaturstellen durchforsten, die Professoren waren oft erstaunt über mein Wissen, aber da kam mir eben die langjährige Berufserfahrung zugute.“

So schaffte er das Studium in der Mindestzeit von sechs Semestern, noch dazu absolvierte er alle Prüfungen mit „Sehr gut“ und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Seine Dissertation trug den Titel „Einflussgrößen auf die elektrischen Eigenschaften von Transformatorenölen und deren Auswirkungen auf die Öl- und Papieralterung“.