Zwei Männer standen wegen Betrugs vor Gericht. 52- und 35-Jähriger begaben sich, unter anderem in Ternitz, gemeinsam auf Betrugstour.

Von Red. Neunkirchen. Erstellt am 08. April 2021 (03:22)
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Bereits im Oktober und Dezember des vergangenen Jahres war ein 52-jähriger Bulgare mit seinem Geldwechseltrick sehr umtriebig. Im Februar dieses Jahres begab sich der Mann mit einem 35-jährigen Komplizen, der ihm als Fahrer zur Hand ging und dafür einen Lohn von fünf- bis sechshundert Euro kassieren sollte, wieder auf Betrugstour. Beide wurden am 9. März festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Bei der Verhandlung wegen gewerbsmäßigen Betrugs am Landesgericht Korneuburg verantworteten sich beide Angeklagte grundsätzlich geständig. Fragen des Richters Martin Gall-Vanek wurden aber annähernd zu hundert Prozent mit mangelnder Erinnerung beantwortet. Neben den gelungenen Betrugsdelikten gab es im Februar 2020 und Anfang März noch mehr als ein Dutzend Tatversuche in Oberwaltersdorf (Bezirk Baden) und Ternitz. Baden und Bad Vöslau schienen den Zwei wohl besonders lohnend, da Geschäfte dieser Städte zum zweiten Mal Ziel der Betrüger waren.

Die Vorstrafen der Angeklagten wegen einschlägiger Delikte berücksichtigend kam der Richter zu einem Schuldspruch und einem Strafmaß von 18 Monaten Freiheitsstrafe bei dem 52-Jährigen. Der Komplize wurde zu zwölf Monaten verurteilt, davon neun Monate bedingt. Obwohl der Haupttäter das Urteil annahm, wollte er mit Gall-Vanek nach der Verhandlung über die Höhe des Strafmaßes diskutieren, was seine Verteidigerin im Zuge der Verfahrenshilfe kurz vor ihrem Abgang mit folgendem Satz quittierte: „Billiger wird’s nimmer!“