NEOS rufen zu Hilfe für Sozialmärkte auf. Zu einem Personalengpass aufgrund der Coronakrise kommt es derzeit beim Sozialmarkt in Ternitz. Viele der Mitarbeiter fallen in die Risikogruppe und können daher nicht ihrer Arbeit nachgehen. Die NEOS Niederösterreich starteten nun einen Aufruf für neues Personal.

Von Tanja Barta. Erstellt am 26. März 2020 (15:16)
NEOS-Landessprecherin Indra Collini mit Sozialmarkt-Geschäftsführer Wolfgang Brillmann. 
Karl Stadler

"Viele der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören altersbedingt zur Risikogruppe und bleiben deshalb zuhause. Das bedeutet allerdings auch, dass helfende Hände fehlen. Aus diesem Grund haben die Verkaufsstellen in St. Valentin und Waidhofen an der Ybbs sowie die mobilen Verkaufsstellen im Mostviertel bereits schließen müssen", so Indra Collini, die Landessprecherin der NEOS. Gesucht werden konkret Personen, die regelmäßig Waren abholen, sortieren, im Markt aktiv sind oder in der Küche aushelfen.

Jeder Mensch ist willkommen

Wolfgang Brillmann, Geschäftsführer der Sozialmärkte, richtet sich mit einem Appell an die Bevölkerung: "In dieser besonderen Situation ist uns jeder Mensch willkommen, der uns unterstützt, da es gerade jetzt wichtig ist, für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein!" Außerdem betont er, dass die Grundregeln zur Vermeidung einer Infektion natürlich auch in den Märkten eingehalten werden. Großes Lob gibt es von Brillmann für das bestehende Personal: "Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Personal, das tagtäglich die Regale schlichtet und mit seinem Einsatz den Einkauf in unseren soogut-Sozialmärkten ermöglicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten wirklich großartige Arbeit.“

Noch genug Waren da

Die Versorgung mit Waren stellt derzeit noch kein großes Problem dar. Die Kooperationen mit Handeslunternehmen, den Lebensmittelgeschäften und den regionalen Betrieben funktioniere laut den Sozialmärkten gut. "Dennoch gilt es auch hier, genau hinzuschauen und die Situation über die nächsten Tage und Wochen zu beobachten. Viele arme und armutsgefährdete Menschen können hier selbstbestimmt einkaufen und ihre Not lindern. Damit das auch weiterhin möglich ist, braucht es uns alle. Wie gut unser gesellschaftlicher Zusammenhalt funktioniert, zeigt sich in Krisenzeiten am Umgang mit jenen, die am Wenigsten haben", so Collini.

Wer den Sozialmarkt in Ternitz unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 0676/880 44 250 oder per Mail ternitz@soogut.at direkt an dem Markt wenden. Wer sich generell für die Sozialmärkte in Niederösterreich engagieren möchte, kann sich über www.soogut.at/zeitspenden informieren.